Die Akten des Wismarer Tribunals

Unter dem Titel Relationen des Tribunals hat das Landesarchiv Greifswald in der Digitalen Bibliothek MV eine Reihe von Digitalisaten zur Verfügung gestellt, die „Fleisch an die Knochen“ einiger Vorfahren bringen dürfte.

In den nachgelassenen Akten des Obertribunals Wismar[1] wurden Urteilsbegründungen der Assessoren an Tribunalen (Gerichtsverhandlungen) verschiedener Jahre veröffentlicht, Weiterlesen

Rentensicherung per Notarvertrag

Ein Beitrag von Hilde Stockmann

 

Erst ein Gesetz vom 22. Juni 1889, welches die Einführung ab 1. Januar 1891 vorsieht, brachte eine gesicherte Rente. Dies war durch die Bismarcksche Sozialreform möglich geworden. Dabei wurde die Rente erst ab dem 70. Lebensjahr gezahlt. Im Jahre 1916 wurde der Anspruch auf eine Rente auf 65 Jahre herabgesetzt.

Wie sicherten sich aber die Menschen vor dieser Zeit ab? Aus Zempin ist uns ein Beispiel durch den Erbteilungs-Rezess des Bauern und Schulzen Martin Lüder geb. 08.02.1797, gest. 09.12.1865 mit Gültigkeit vom 01. Oktober 1863 bekannt. Weiterlesen

Neue Informationen zur Digitalisierung der Kirchenbücher im Kirchenkreisarchiv Greifswald

Das Kirchenkreisarchiv Greifswald ist weiterhin wegen der Corona-Pandemie geschlossen, schriftliche Anfragen werden weiterhin bearbeitet.

Folgende Kirchenbücher/Kirchspiele konnten trotz der Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie digitalisiert werden, sie sind jedoch derzeit noch nicht aufbereitet. Ab dem Frühsommer werden sie aber – sofern das Archiv wieder öffnen darf – einsehbar sein:

– Abtshagen
– Elmenhorst
– Hohenselchow
– Pasewalk
– Retzin

Folgende Kirchenbücher/Kirchspiele werden derzeit digitalisiert:

– Groß Mohrdorf
– Prohn

Folgende Kirchenbücher/Kirchspiele wurden zur Digitalisierung aus den Pfarrarchiven ins Archiv Greifswald überführt:

– Brandshagen
– Dargitz
– Reinberg (Altkreis Grimmen)
– Jatznick
– Zerrenthin (bei Pasewalk)

Die Digitalisierung der Mikroverfilmung des Altkirchenkreises Greifswald (z.B. Anklam, Greifswald, Gützkow, Lassan,..) findet statt, um eine bessere Qualität zu gewährleisten.

Eine tolle Nachricht ist die geplante Veröffentlichung der Digitalisate im Portal Archion! Die Digitalisate sollen wahrscheinlich nächstes Jahr auf Archion veröffentlicht werden, sobald die Digitalisierung der Mikroverfilmung abgeschlossen ist.

Viele Grüße
David Krüger
Ansprechpartner für den Kreis Demmin beim Pommerscher Greif e.V.
Tel.: 03998/2279748

Dies ist ein Update zu dem am 24.9.2020 erschienenen Blogbeitrag: https://blog.pommerscher-greif.de/digitalisierte-kirchenbuecher-im-kirchenkreisarchiv-greifswald

Wer ist „Lina Viek 1920“?

In dem Blogbeitrag vom 31. Januar 2021 habe ich den kurz zuvor von der Gruppe Denkmal Pomorze im Eckerberger Wald nahe beim Kurhaus entdeckten Findling mit der Aufschrift Lina Viek 1920 erwähnt.

Der Findling war von der Gruppe gesäubert, die Inschrift nachbearbeitet und vor Ort für alle sichtbar wieder aufgestellt worden. Wem dieser Stein gewidmet war, blieb unklar. Es gibt nur eine einzige alte Karte, auf der dieses Denkmal nördlich vom Kurhaus Eckerberg, der ehemaligen Wasserheilanstalt eingezeichnet ist. Sie stammt aus dem Jahr 1921: Weiterlesen

Der Nordkurier berichtet über das Projekt Herrenhauszentrum

Schlösser und Herrenhäuser rund um die Ostsee sind immer wieder besondere Ausflugsziele. Bisher fehlte ein grenzübergreifender Überblick.

Gut Boldevitz auf Rügen, Foto by Einmeier – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27926368

Der Nordkurier berichtet in seiner Ausgabe vom 22.03.2021 über das geplante Projekt “Herrenhauszentrum”.

Artikel: Herrenhäuser-Nordkurier-20210322

In diesem Pilotprojekt wollen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Greifswald schrittweise die Schlösser und Herrenhäuser fast aller Ostseeanrainer auflisten, dokumentieren und im Internet publizieren.

Im Artikel wird auch ein Projekt des Pommerschen Greif erwähnt, dass in Kooperation mit der Historischen Kommission für Pommern entsteht – Eine Internetseite über Schlösser und Herrenhäuser in Pommern:

www.gutslandschaft-pommern.de

Ausgewählte historische ostdeutsche Heimatsammlungen in Nordrhein-Westfalen

Ein Beitrag von Uwe Kerntopf

 

Seit 2016 nimmt unser Leiter der Stolper Heimatstuben Karl-Heinz Dudszus an den Workshops zu ostdeutschen Heimatsammlungen und -stuben der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen teil.

Die Kulturstiftung ist sehr aktiv und zielführend in ihren Aktionen. So besuchten sie an mehreren Tagen im Februar 2020 die Heimatstube in Bonn-Auerberg um ausgewählte Exponate zu fotografieren, zum Teil im 3D-Verfahren. Das Projekt „Virtuelle Heimatstube“ wird im Internet unter https://ostdeutsche-heimatsammlungen.de gezeigt, u.a. mit einem virtuellen Auftritt der Stolper Heimatstube in Bonn-Auerberg.

Mit der für die Heimatsammlungen zuständigen Kunsthistorikerin Birgit Aldenhoff hatten wir schon vor ihrer Anstellung bei der Kulturstiftung einen angenehmen Kontakt.

Leider findet der 360°-Einblick in die Sammlung nur im Eingangsflur statt. Wer sich auch darüber hinaus einen Einlick in die weiteren Räumlichkeiten verschaffen will, folgt dem virtuellen Rundgang unter https://www.youtube.com/c/StolperLande.

Auch der Zutritt für Besucher erfolgt in den Corona-Maßnahmen-Zeiten nur virtuell. Wir folgen den Maßnahmen, die in NRW für Museen gelten. So durften wir 2020 die geplanten Öffnungstage im April, Mai, November und Dezember nicht durchführen, in 2021 ebenso im Januar, Februar und März.

Seit Dezember bieten wir virtuelle Besuchstermine, begrenzt auf jeweils maximal 50 Minuten, an. Dieses Angebot wurde sehr gut angenommen. Im kommenden Stolper Heft 2021 sind ein paar Reaktionen nachzulesen.

Der nächste reguläre Öffnungstag der Stolper Heimatstube ist für den 10. April geplant. Aufgrund der aktuellen Situation kann sich das aber auch kurzfristig ändern. Anmeldungen sind zur Zeit unbedingt erforderlich! Weitere Infos finden Sie unter Stolper Heimatstube Bonn-Auerberg.