Ein Volkslied von 1483

Ein Gastbeitrag von David Krüger

 

„De herren to Demyn“ oder auch „das Lied der Afgünstigen“ ist ein Volkslied von 1483, von dem nach Thomas Kantzow und alten Urkunden nur der Anfang “De Herren to Demyn” überliefert ist. Es handelt von Bernd von Maltzan, welcher als Raubritter landesweit bekannt wurde.

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Aus dem Leben der Familie des Pastors in Koserow auf Usedom, Felix Coulin

Ein Gastbeitrag von Hilde Stockmann

Aus dem Leben der Familie des Pastors Felix Coulin
* 01.12.1879 in Libau +10.10.1963 in Kiel
Pastor in Koserow, Insel Usedom von 1918 – 1945

 

Ich habe im Laufe der Jahre viel über die Kirche Koserow zusammengetragen.

Aber über den interessanten Lebensweg des Pastors Coulin in Koserow haben wir erst erfahren, als die Enkelkinder zum 100. Antritt des Großvaters zu Besuch kamen und uns Berichte gaben.

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Die Apfel-Allee in Stettin – Wohnsitz der Familie Gerbrecht am Ende des 19. Jahrhunderts

Ein Gastbeitrag von Peter Gerbrecht

 

Die heutige Aleja Powstańców Wielkopolskich in Stettin ‒ wörtlich „Allee der Auf­ständischen Großpolens“ ‒ trug bis 1945 den beschaulichen Namen „Apfel-Allee“ und kann auf eine rund 200 Jahre lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Die Straße lag (und liegt noch heute) im Süden der Stadt und erstreckt sich in nordsüdlicher Richtung zum nächst­gelegenen Vorort bzw. Stadtteil Pommerensdorf (polnisch Pomorzany). Nach allem, was bekannt ist, dürfte sie auch für die Ansiedlung der aus Altdamm stammenden Familie Gerbrecht in der Ostsee-Metropole Stettin gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine zentrale Rolle gespielt haben.

Im Jahre 1822 gründete die Stadt Stettin am Landweg zwischen der alten Festung und dem südlich gelegenen Pommerensdorf auf über 200 Hektar erstrittenen Landes eine Kolonie und markierte damit den Beginn der so genannten „Pommerensdorfer Anlagen“. Das neue Areal, das vorwiegend aus Obstgärten, Feldern und einigen Wirtschaftsgebäuden bestand, erfuhr bald eine allmähliche Randbebauung und hatte 1857 genau 43 Hausnummern. Am 4. September 1864 wurde es mit seinen mittlerweile 1.610 Bewohnern von Amts wegen zu Stettiner Stadtgebiet erklärt und bildete so dessen Südgrenze. Die Straße ins Stadtzentrum bekam zudem einen neuen Namen und ihre Anwohner wurden im Straßenverzeichnis der Adressbücher von 1866 bis 1880 unter der Überschrift „An der Apfel-Allee (Pommerensdorfer Anlage)“ aufgeführt. Im Zuge dieser ersten großen Urbanisierungsphase und als Folge neu hinzukommender Wohnhäuser, aber auch kleiner Fabriken, Gewerbebetriebe usw., erhielt die Apfel-Allee eine überarbeitete Hausnummerierung; so waren 1866 erst 13 Adres­sen vergeben (1 bis 13), 1876 hingegen schon 28, nämlich die Nummern 1, 1a bis 1i, 2 bis 4, 4a bis 4d und 5 bis 15.

Spätestens im Alter von neun Jahren muss unser Urgroßvater Wilhelm Franz August Gerbrecht in die mit über 90.000 Einwohnern schon damals große Hauptstadtregion der Provinz Pommern gekommen sein, denn seine am 25. Februar 1872 geborene Schwester Emma Elise Marie, jüngstes der fünf Geschwister, war im Gegensatz zu ihren vier Brüdern nicht mehr in Altdamm, sondern bereits in Stettin zur Welt gekommen. Doch erst sieben Jahre später, im Adreß- und Geschäfts-Handbuch von 1879, wird der Vater Carl Gerbrecht unter seiner Adresse am nördlichen Ende der Apfel-Allee verzeichnet:

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Informieren Sie sich auch gerne, worüber bisher geschrieben wurde:

Inhalte der Bände 1-14

Register der Bände 1-13

Das erste Auto in Odermünde (Scholwin) 1936

Es war eine Sensation, im kleinen Odermünde (vormals Scholwin), nördlich von Stettin knatterte und hupte es: Der Elektromeister Augustin Weiss kaufte sich einen Opel P4, es war eine der ersten Autos, den “man” sich leisten konnte.

Augustin und Pauline Weiss mit Tochter Maria Marten geb. Weiss, 1936 Odermünde

Auch damals schon musste dafür ein Führerschein gemacht werden. Mein Ururgroßvater Augustin Weiss (1973-1948) machte also im “hohen Alter” von 63 Jahren den Führerschein. Weiterlesen

Mein Ururgroßvater der Musikdirektor aus Arnswalde

Mein Ururgroßvater Paul Kunisch war Musikdirektor in Arnswalde/Neumark, später Pommern.

Musikkappelle Arnswalde mit ihrem Leiter Paul Kunisch, ca. 1900

Er wurde am 29.12.1862 in Berlin als Sohn des Omnibus-Conducteurs Johann Florian Domenicus Kunisch (1833-1863) und seiner Frau Sophie Mathilde Emilie geb. Fehrmann ( 1831-1888), in Berlin, Marienstraße 16, geboren.

Sein Vater starb kurz nach seiner Geburt, am 09.04.1863 in Berlin an der Schwindsucht und die Mutter war nun sehr jung verwitwet, Paul Kunisch war Einzelkind. Die Familie Kunisch kam ursprünglich aus Oberschlesien und war katholisch, der Vater aber konvertierte mit der Heirat der Mutter im Jahre 1860. Weiterlesen

Familiengeschichten sind Spiegel der Zeitgeschichte

Ein Gastbeitrag von Dagmar Stange

Einführung

Ein umfangreicher Fundus aus Nachlassbeständen von mecklenburgischen, pommerschen und westpreußischen Familienmitgliedern – bestehend aus Fotografien, Dokumenten und verschiedenen historischen Quellen – gaben mir Anlass, die Geschichten und Wurzeln meiner Familie Naß aus Belgard/ Pommern zu erforschen und mehr über die Familien-/ Zeitgeschichte zu erfahren. Sie führten mich zuerst zur Dokumentation aus dem Nachlass der Familie Benkowitz aus Westpreußen und gaben mir die Grundlage sowohl zur eigenen Wurzel- und Identitätsfindung als auch zur Herkunfts- und Standortbestimmung.

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Werden Sie zum Entdecker!

Foto: Free-Photos auf pixabay.com, bearbeitet

 

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Wir indexieren deshalb seit Jahren in Kooperation mit dem polnischen Verein „ZTG POMERANIA“ Standesamtsunterlagen und Kirchenbücher aus Hinterpommern. Im Bereich Vorpommern, sowie in und um Stettin haben wir noch Nachholbedarf.

Bitte informieren Sie sich gerne auch in der Quellensuche über bereits vorhandene Findhilfen.

Um eine unkomplizierte Datenübername Ihrer Indexarbeit in die Personendatenbank Greif-X sicherzustellen, nutzen Sie bitte unbedingt die Vorlagetabellen des Vereins. Diese finden Sie unter den nachfolgenden Links:

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Vorlagetabelle Heiraten/Aufgebote

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