Gymnasialbibliothek Stralsund gerettet ?

Tweet vom 20.11.

Diese Nachricht bei Twitter gefällt mir sehr.  Aber ist die Gymnasialbibliothek wirklich gerettet?

Die Gutachter der Stadt Stralsund sind zu dem Ergebnis gelangt, dass  “man den Gesamtwert sicher im hohen sechs- oder sogar sieben­stelligen Bereich ansetzen muss….Weit höher als der materielle Wert ist der ideelle Wert. So enthält die Sammlung zahlreiche Einzelwerke, die für die Geschichte von Stadt und Region von besonderer Bedeutung sind und von denen mit Sicherheit nur wenige Exemplare erhalten sind. Teilweise wird es sich sogar um Unica handeln. “

Untergegangen ist in dem ganzen Trubel aber, dass wir am Tag vorher in bereits abgelaufenen Auktionen zahlreiche Werke aus Stralsund entdeckt haben, den höchsten Preis erzielte wohl ein Kepler-Druck mit  44 000 Euro (Klaus Graf berichtete).  Da sind also jede Menge von diesen so hochwertigen Werken bereits unwiderbringlich verloren. Weiterlesen

Der rote Faden – Stralsund

Chor der Kirche des Katharinenklosters in Stralsund - Fritz Rackow - Linolschnitt

Chor der Kirche des Katharinenklosters in Stralsund – Fritz Rackow – Linolschnitt
aus: Unser Pommerland 1929

Hermann Hoogeweg, bis 1923 Leiter des Staatsarchivs Stettin,  beschreibt in einem Artikel, der 1928 in den Baltischen Studien erschienen ist,  “Die Entstehung des Stralsunder Stadtarchivs”. Da mich dieses Thema Stralsund derzeit nicht mehr loslässt,  war ich natürlich neugierig und fand erstaunlich viele Parallelen zur heutigen Situation,  die sich seit der Vergangenheit wie ein roter Faden durch die Geschichte ziehen. Weiterlesen

Weltkulturerbe Stralsund – Wismar – Unesco

Logo Weltkulturerbe

Logo Weltkulturerbe, Quelle wikimedia commons, public domain

“Die UNESCO hat die Altstädte von Stralsund und Wismar gemeinsam als repräsentatives Beispiel für das kulturelle Erbe der Hanse in die Welterbeliste aufgenommen.”  Zitat von der Seite der deutschen Unesco      Weiterlesen

Stralsund – Jetzt ist es amtlich

Seit Tagen engagiere ich mich gegen den Verkauf der Bücher aus der Bibliothek des Gymnasiums Stralsund und vermutlich auch noch weiterer Schriften, vielleicht sogar aus der Löwen’schen Sammlung . Aber in irgendeiner Ecke hatte ich noch die Hoffnung, dass es nicht so schlimm sei, wie es den Anschein hatte. Nun ist diese Hoffnungsblase geplatzt.

dpa meldet eben nach der Bürgerschaftssitzung in Stralsund, dass die Stadt den Verkauf von  6210 Bände aus dem Zeitraum von 1497 bis 1833 bestätigt hat „weil sie nach Ansicht des Archivs weder einen Wert für die Hansestadt Stralsund noch eine Bedeutung für die Arbeit des Archivs haben würden“. Da bleibt mir die Spucke weg…

Exlibris D.E.H. Zober, auf einer Auktionsplattform gefunden.
Ernst Heinrich Zober, Lehrer und Bibliothekar zu Stralsund und wichtiger “Vater” der Bibliothek

Das ist aber vermutlich nur die Spitze vom Eisberg, da auch etliches an Literatur nach 1833 in den einschlägigen Verkaufsportalen zu finden war (und auch noch ist).

Auch wenn der Antiquar jetzt angeblich erstmal den Verkauf der Bücher gestoppt hat – vieles ist schon in Privathand gegangen,  dass weiß ich aus persönlichen Mitteilungen  oder aus den Kommentaren der Petition: “Habe selber mit Bedauern ein Buch aus der Sammlung erstanden, das ich lieber in der Bibliothek sehen würde.”

 

Weiterlesen

Ein Besuch im FamilySearch Center

Ich hatte bereits letzten Monat über die Suche nach meinem Großvater berichtet, wo ich jetzt weitergekommen bin, da ich jetzt ständig mit meiner Halbtante über Facebook kontakt habe und weswegen ich viele neue Informationen von dieser Linie aus bekommen habe.

Weiterlesen

Rettet die Stralsunder Archivbibliothek

Stralsund, Katharinenkloster, Eingang vom Wirtschaftshof (2007-05-20)

Stralsund, Katharinenkloster, früher Sitz des Gymnasiums

Die traditionsreiche Hansestadt Stralsund hat im Sommer 2012 einen Teil ihrer historischen Archivbibliothek verkauft – Das wollen wir nicht hinnehmen!

 

Ausführliche Informationen hier oder hier  im Blog oder bei Archivalia.

 

Jetzt bei Open Petition und bei facebook.
Bitte unterzeichnet alle:

https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-stralsunder-archivbibliothek 

und gebt ein Like ab bei:

http://www.facebook.com/pages/Rettet-die-Stralsunder-Archivbibliothek/404280116307507

Stralsund: Offener Brief des Pommerschen Greif e.V.

Berlin, den 7. November 2012

Betreff: Verkauf der Stralsunder Gymnasialbibliothek
Bezug: Berichterstattung in der Ostsee-Zeitung und der Schweriner Volkszeitung vom 3. November 2012

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Badrow, Sehr geehrter Herr Präsident Zimmer, Sehr geehrte Mitglieder der Bürgerschaft der Hansestadt Stralsund,

als 2. Vorsitzender und zugleich im Auftrag des Vorstands des „Pommerschen Greif e.V. Verein für pommersche Familien- und Ortsgeschichte“ mit Sitz in Greifswald wende ich mich im Namen unserer mehr als 450 Mitglieder in einer uns dringenden Angelegenheit an Sie. Einleitend möchte ich daran erinnern, dass der „Pommersche Greif“ der Hansestadt Stralsund eng verbunden ist. So haben wir schon mehrfach auf Exkursionen Ihre Stadt und das dortige Archiv besucht und 2010 vor Ort den „Deutschen Genealogentag“ ausgerichtet.

Umso bestürzter sind wir über die Pressemeldungen denen wir entnehmen mussten, dass die Hansestadt Stralsund den bisher im Stadtarchiv verwahrten Bestand ihrer traditionsreichen Gymnasialbibliothek an einen Antiquar veräußert hat. Diese Meldung hat uns zutiefst erschrocken und fassungslos gemacht. Weiterlesen

Stralsund: Offener Brief der AG für pommersche Kirchengeschichte

Mit Erlaubnis der AG für pommersche Kirchengeschichte veröffentlicht: (6.11.2012)

Betreff: Verkauf der Stralsunder Gymnasialbibliothek
Bezug: Berichterstattung unter www.augias.net und http://archiv.twoday.net/search?q=Stralsund sowie in der Ostsee-Zeitung und der Schweriner Volkszeitung vom 3. November 2012
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Badrow,
Sehr geehrter Herr Präsident Zimmer,
Sehr geehrte Mitglieder der Bürgerschaft der Hansestadt Stralsund,
als Vorsitzender und zugleich im Auftrag des Vorstands und der Kuratoren der Arbeitsgemeinschaft für pommersche Kirchengeschichte e.V. wende ich mich in einer uns beschwerenden Angelegenheit an Sie. Einleitend möchte ich jedoch daran erinnern, dass die Arbeitsgemeinschaft für pommersche Kirchengeschichte der Hansestadt Stralsund seit vielen Jahrzehnten eng verbunden ist. Seit Gründung unseres Vereins 1971 war Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Ewe eines unserer treuesten Mitglieder, der in verdienstvoller Arbeit nach dem Zweiten Weltkrieg das Stralsunder Stadtarchiv aufgebaut und zu einer national wie international renommierten wissenschaftlichen Institution geformt hat.

Um so bestürzter sind wir über die Pressemeldungen der vergangenen Wochen, denen wir entnehmen mußten, daß die Hansestadt Stralsund den bisher im Stadtarchiv verwahrten Bestand ihrer traditionsreichen Gymnasialbibliothek an einen Antiquar veräußert hat. Lassen Sie mich Ihnen sehr persönlich und in aller Offenheit sagen, dass mich diese Meldung zutiefst deprimiert und fassungslos gemacht hat.  Weiterlesen