Zum ersten Advent

Advent – Bernhard Trittelvitz

Caspar David Friedrich: Friedhof im Schnee, 1826

Caspar David Friedrich: Friedhof im Schnee, 1826

Nu is dat wedder ees so wiet,
bald kümmt de leve Winachtstied,
un darum segg ik: „freugt juuch, Lüür!
Uns Herrgott kümmt up disse Ier.”

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Schiffer in Pommern

Stellen Sie sich vor, ihr Vorfahr wäre Schiffskapitän aus Kolberg gewesen und sie könnten herausfinden, dass er z.B. 1789 von Bordeaux nach Stettin gesegelt ist und Zucker, Bordeauxwein , Essig, Sirup, Pflaumen und Kramwaren an Bord hatte im Gesamtwert von ca. 750 Talern. Wäre das nicht ein Beispiel für “Fleisch an den Knochen” der dürren Zahlen, die man meist in der Familienforschung nur findet?
Wenn ihr Vorfahr Paul Fr. Bunge war, können sie diese Informationen unter diesem Link finden.

Der Øresund

Der Øresund

Möglich ist das dank der Digitalisierung der Sundzollregister .
Der Öresund ist die Meerenge, die Dänemark und Schweden trennt. Wollten Schiffe aus Pommern die Ostsee gen Westen oder Süden verlassen, mussten sie diesen Weg nehmen.

Der Sundzoll war als Schiffszoll eine 1429 von König Erik VII. von Dänemark eingeführte Abgabe, die nicht-dänische Schiffe, die den Øresund durchfuhren, in Helsingør zu entrichten hatten. Diese Register sind erhalten von 1497 bis 1857, dann wurde diese Steuer abgeschafft. Weiterlesen

Hans-Jürgen Heise verstorben

Erst jetzt wurde bekannt, dass der Schriftsteller Hans-Jürgen Heise am 13. November in Kiel im Alter von 83 Jahren verstorben ist.

Bublitz 1917

Bublitz 1917 via zeno.org, gemeinfrei

Hans-Jürgen Heise, Professor, Lyriker, Essayist, Literaturkritiker und Übersetzer englisch- und spanischsprachiger Poesie, wird am 30. Juli 1930 in Bublitz als Sohn des Krankenkassengehilfen Artur Heise und der Hildegard geb. Scheller geboren. Nach dem Tode seiner Mutter (1934) lebt er vorübergehend bei seinen Großeltern väterlicherseits (Hermann Heise) in der Neustettiner Str. 7 in Bublitz. 1937 wird Heise in Treptow a. d. Rega eingeschult, wohin sein Vater inzwischen verzogen war. Im selben Jahr erfolgt aber schon der Umzug nach Berlin. Im Sommer 1941 kehrt er wegen der feindlichen Bombenangriffe auf Berlin nach Bublitz zurück. Die Flucht vor der heranrückenden Roten Armee führt ihn wieder nach Berlin. Weiterlesen

Novemberpogrome in Pommern

Die aufrüttelnde und lesenswerte Twitter-aktion mehrerer junger Historiker http://twitter.com/9Nov38  (Zugehörige Webseite) führte auch zur Beteiligung von anderen Interessierten, die Quellen und Angaben posteten, u.a. auch zu Pommern. Hier ein sicher unvollständige Zusammenstellung, Ergänzungen sind erwünscht.

Suchen Sie nach Angaben zu jüdischen Familienmitgliedern? Besuchen Sie die
Familiendatenbank Juden im nördlichen Teil des ehemaligen Deutschen Reiches in der auch viele pommersche Quellen erfasst sind.

Synagoge in Schivelbein um 1900

Synagoge in Schivelbein um 1900

Die 1880 erbaute Synagoge in Schivelbein wurde in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 zerstört. Weiterlesen

Katharina Wegener – Ehefrau oder Schulleiterin?

Anlässlich des einhundertsten Todestages von Katharina Helbing geb. Wegener berichtet unser Mitglied Hans-Ulrich Wegener über ihr Leben. Die Pommersche Zeitung hat diesen Beitrag in den Ausgaben am 5. und 12. Oktober abgedruckt.

 

Katharina Wegener –  Ehefrau oder Schulleiterin?

Unbestritten haben in den letzten 40 Jahren die Emanzipation, die Gleichstellung und der berufliche Aufstieg der Frauen in Führungspositionen beachtliche Erfolge errungen. Dies ist Feministen, Powerfrauen, Interessenverbänden und dem gesellschaftlichen Wandel zu danken. Am Ende des II. Weltkrieges bestimmten die „Trümmerfrauen“ und die „unterbezahlten, angelernten weiblichen Hilfskräfte an den Fließbändern der Industrie“ das Bild der Frauen. Gesetze und die patriarchalisch geprägte Gesellschaft verhinderten die freie Entfaltung des weiblichen Geschlechts. Viele Frauen und die Nachkriegsgenerationen können sich heute diese Zeit nicht mehr vorstellen und ermessen, unter welchen Verhältnissen ihre Mütter, Großmütter und Ur-Großmütter lebten. Noch deutlicher wird das Bild in der Kaiserzeit um 1900, als die Welt noch ganz anders aus sah.

Katharina geb. Wegener und Friedrich Helbing um 1900 Foto:privat

Katharina geb. Wegener und Friedrich Helbing um 1900 Quelle: privat

Am 12.10.1913 gedenken wir der 100. Wiederkehr des Todestages von Katha­rina Helbing geb. Wegener. Ihr Leben wurde bestimmt durch die preußischen Schulbehörden, die ihr die Leitung einer Mädchenschule erschwerten und dann untersagten[1]. Weiterlesen