Pommersches Landesmuseum: Bislang keine Nachfolge für Direktion

Kurzmitteilung

Pommersches Landesmuseum: Bislang keine Nachfolge für Direktion

Gestern war der letzte Arbeitstag von Uwe Schröder, dem Direktor des Pommerschen Landesmuseums #Greifswald. Er hat das Konzept des Museums erarbeitet, in dem die Geschichte von Pommern präsentiert werden sollte. Gerade gekrönt mit “Pommern im 20. Jhdt.”
https://www.ndr.de/kultur/kunst/mecklenburg-vorpommern/Bisher-keine-Nachfolger-fuer-Pommersches-Landesmuseum-in-Sicht,zukunftlandesmuseum100.html

Tag der pommerschen Landesgeschichte – 36. Demminer Kolloquium“ wird erneut verschoben

Kurzmitteilung

Tag der pommerschen Landesgeschichte – 36. Demminer Kolloquium“ wird erneut verschoben

Leider muss der „Tag der pommerschen Landesgeschichte – 36. Demminer Kolloquium“, ausgerichtet von der Historischen Kommission für Pommern e.V. erneut verschoben werden. Die Veranstaltung ist jetzt im Juni 2022 geplant.

https://hiko-pommern.de/wp-content/uploads/2021/04/PM_HiKo_Pommern_25042021.pdf

Registrierte Selbsttötungen 1945 in Güstrow

Massensuizide gab es in den letzten Kriegstagen in ganz Deutschland, vor allem im Osten. Der bekannteste Massensuizid fand in Demmin statt. In der DDR war das Thema jahrzehntelang ein Tabu, die genauen Opferzahlen sind bis heute nicht bekannt. [1]

Ein Mitglied des Greifs fand nun das interessante Forschungsprojekt „Die kampflose Übergabe Güstrows im Jahr 1945“ der Stadt Güstrow in Mecklenburg.

Rathaus Güstow, Foto: Schiwago, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons

In der Anlage 2, kurz „Registrierte Selbsttötungen 1945 im Bereich des Standesamtes Güstrow“, werden hunderte Namen mit der festgestellten Art der Selbsttötung aufgeführt, z. B. Selbstmord durch Vergiftung, Ertrinken, Erhängen, Erschießen, Pulsaderschnitt. Ein grausames Kapitel deutscher Geschichte.

Unter den Namen befinden sich auch zahlreiche Pommern! In der Regel sind die Vor- und Zunamen enthalten, woher die Person ursprünglich stammte, wann und wie ums Leben gekommen und außerdem die Nummer der Sterbeurkunde. Gibt es Fußnoten (am Ende der Datei befindet sich eine umfangreiche Annotation!) werden noch mehr Daten, teilweise auch Geburtsdaten genannt.

Da ist zum Beispiel die Familie Heiden aus dem Kreis Greifenhagen: Eheleute Hans (im Sterberegister des Standesamtes als „angeblicher Polizeibeamter“ ausgewiesen) und Emma mit ihren Kindern Margret, Anneliese und Annegret (geboren am 29. November 1944), sowie dem Pflegekind Christa (geboren am 27. Dezember 1938), die alle am 4. Mai 1945 den „Freitod durch Erhängen“ fanden.

Diese Liste ist ein weiteres nachahmenswertes Beispiel, wie offen Gemeinden mit einem unangenehmen Kapitel der Vergangenheit umgehen können.

Diese Liste dürfte für einige Pommernforscher Lücken schließen, die nach dem Verbleib ihrer Angehörigen nach der Flucht aus Pommern suchen!

Ein weiteres Beispiel für die Recherche haben wir vor ein paar Monaten vorgestellt, die Flüchtlingslisten aus Ribnitz-Damgarten.

Haben Sie ähnlich interessante Entdeckungen zum Verbleib von Pommern nach der Flucht 1945 gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

 

 

[1] https://www.bpb.de/mediathek/290178/ueber-leben-in-demmin

 

Die Siebenbachmühlen bei Stettin

Mühlensagen aus Pommern

von Prof. Dr. A. Haas

Die Siebenbachmühlen bei Stettin

In der Wussower Forst nordwestlich von Stettin liegen die sogenannten Siebenbachmühlen, ein seit alter Zeit beliebter Ausflugsort der Stettiner. Ihren Namen hat die Ortschaft von den sieben Wassermühlen erhalten, die dort früher vom Wasser der klingenden Bäk getrieben wurden; jetzt ist der Mühlenbetrieb eingegangen. Die einzelnen Mühlen haben jede ihren besonderen Namen; doch rechnen manche zu den eigentlichen Siebenbachmühlen auch noch die eine oder andere der ehedem weiter unterhalb an der Klingenden Bäk gelegenen Mühlen hinzu, und infolgedessen sind die Namen der einzelnen sieben Mühlen nicht ganz feststehend. Bei Temme heißen Sie: Malzmühle, Kückenmühle, Kuckucksmühle, Sursacksmühle, Motgebermühle, Klappermühle und Obermühle; bei Berghaus heißen sie Klappmühle, Bergmühle, Muthgebermühle, Poplinen oder Popillon, jetzt gewöhnlich Papillonsmühle (im Jahre 155? Popplionmühle) Sauersacksmühle, Kuckucksmühle und Steinfurther Mühle. Von diesen Mühlen geht die folgende Sage um:

Die Mühlen 1693

Die Lage der Mühlen, Ausschnitt aus der schwedischen Matrikelkarte von 1693

 

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