Tag der Archive 2020 – Universitätsarchiv Greifswald

Am 7. März 2020, beteiligte sich das Universitätsarchiv Greifswald am bundesweiten „Tag der Archive“ des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA).

Zwei wesentliche Programmpunkte standen dabei auf der Agenda.

  1. Führungen durch das Archiv und
  2. ein sogenannter „Scanathon“.

Einladungsflyer “Tag der Archive”

Der Pommersche Greif e.V. wurde im Vorfeld von Dr. Dirk Alvermann gesondert zur Beteiligung am „Scanathon“ eingeladen, da bekannt war, dass der Pommersche Greif seit langem bemüht ist, Quellen online verfügbar zu machen. Zwei Mitglieder des Vereins (D. Krüger und D. Beiersdorf) nahmen diese Einladung gerne an.

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Stammliste des Königlichen Kadettenhauses Culm-Cöslin

In der “Kujawsko-Pomorska Digitale Bibliothek” wurde ein sehr interessantes Buch digitalisiert, in der ausführliche Daten von Personen mit Bezug zum Militär zu finden sind.

Stammliste des Königlichen Kadettenhauses Culm-Cöslin (1. Juni 1776-1. November 1907); zusammengestellt von Leutnant Neuschaefer; Hermann Walther Verlagsbuchhandlung; Berlin; 1907

Link zum Digitalisat

Stammliste des Königlichen Kadettenhauses Culm-Cöslin

Kadettenhäuser oder Kadettenschulen dienten in der Regel der Vorbereitung von Schülern auf eine militärische Karriere. Die Kadettenanstalt Culm wurde 1776 gegründet und 1890 nach Köslin verlegt.

Das frisch digitalisierte Werk enthält auf 460 Seiten rund 6400 Namen. Weiterlesen

Suchanzeige “Hänschen” in Prerow – März 1945

Vor einiger Zeit erreichte uns die nachfolgende Anfrage. Gerne würden wir bei der Klärung des Schicksals helfen. Daher veröffentlichen wir diese genehmigte Suchanfrage.

“Im März 1945 wurde in der Flüchtlingssammelstelle Prerow/ Darß ein Kind abgegeben. Der etwa zwei oder drei Jahre alte Junge hatte ein Schild mit der Aufschrift ‘Ich heiße Hänschen’ um den Hals. Das Kind hat ein besonderes körperliches Merkmal. Das Ehepaar (Familie), welches das Kind abgab, kam aus einem Flüchtlingstreck und verabschiedete sich mit der Bemerkung, dass es wiederkommen würde.

Die Rekonstruktion der Kriegsereignisse ergab, dass damals die 1. Weißrussische Front vom Warthebogen aus, nördlich nach Pommern in Richtung Ostsee vorstieß. Vor Stargard kam es aufgrund des deutschen Widerstandes im Februar für zwei Wochen zu einem Stillstand dieser Bewegung. Anfang März setzte die 1. Weißrussische Front aber zu einem Großangriff an. Dieser löste eine Fluchtwelle aus dem Raum Polzin aus. Am 7. März erreichten die ersten Flüchtlinge aus Bärwalde, Belgard und Polzin die Sammelstelle Prerow. Am 10. März kamen die ersten Flüchtlinge aus Naugard. Danach vermehrt auch aus Stettin. Eine Auswertung der Flüchtlingsliste ergab, dass infrage kommende Ehepaare und Familien aus den Räumen Polzin, Naugard und Stettin stammten. Es kamen aber auch Personen aus dem Raum Köslin und Großmöllen in Prerow an. Das Kind “Hänschen” muss nicht direkt aus den genannten Ortschaften stammen, könnte aber von dort mitgenommen worden sein.

Das Kind erhielt eine neue Identität und blieb in Vorpommern wohnhaft. Der heutige Pensionär, Herr S., bat einen Militärhistoriker und Genealogen um professionelle Hilfe. Er erinnert sich auch an Einzelheiten. Er wurde z.B. von einem polnischen Kindermädchen betreut. Der Mann, den er für seinen Vater hält, trug Uniform und verließ mit Mutter und Kind am Fluchttag den Heimatort in einem Militärfahrzeug. Die Nacht verbrachte die Familie in einem Zimmer. Die Eltern wurden herausgerufen und es fielen Schüsse. Das Paar kam nicht wieder zurück. Ein Ehepaar nahm das Kind mit und gab es in der Sammelstelle in Prerow ab. Herr S. ging bisher davon aus, dass er aus dem Raum Ostpreußen stammt, kann sich aber nur an eine einzige Übernachtung erinnern.

Eine Genanalyse ergab, dass Herr S. in einer engen Beziehung zu einer Familie mit dem Namen LOEPER/ LÖPER, aus dem Raum Köslin steht. Diese Verbindung wird auch durch Bildvergleiche erhärtet. Eine genealogische Verbindung konnte bisher nicht bestätigt werden. Herr S. möchte die Hoffnung nicht aufgeben, mehr über seine Herkunft und Familie in Erfahrung bringen zu können. Er bittet deshalb um Hilfe.

Gesucht werden nun Angehörige und Personen, die sich an das Kind und die Eltern erinnern können. Gesucht wird auch die Familie, die das Kind “Hänschen” in Prerow abgegeben hat! Wer solche Informationen hat, möchte sich bitte an die folgende Adresse wenden:

Herr Christian Klobuczynski M.A
Institut für angewandte Biografie- und Familienforschung Kassel (IBF-Kassel)
Weserstraße 38-40
34125 Kassel

Telefon 0561-9700544
Email: klobuczynski@ibf-kassel.de