„Auf in Richtung Sonnenuntergang“

1Wir lebten in Kuckelvitz, einem kleinen Dorf bei Trent auf der Insel Rügen. Wir, das waren meine beiden älteren Schwestern und meine Eltern und ich. Unsere Kate war schon sehr alt. Sie bestand aus einem langestrecken Schlafzimmer mit drei Betten, einem Zimmer, in dem wir wohnten und aßen und einer Küche, es gab einen großen porzellanbraunen Ofen, der vom Boden bis fast zur Decke reichte. In diesem Zimmer stand auch mein Bett. Nebenan, nur durch einen langen Flur getrennt, wohnte eine andere Familie. Insgesamt waren wir vier Familien im Haus. Ich kannte jeden Winkel in diesem kleinen Ort, manchmal durfte ich durch den Wald mit nach Trent zum Einkaufen gehen.

Als ich vier Jahre alt war, zog mein Großvater bei uns ein und auch eine Cousine, die nicht bei ihrem Stiefvater leben wollte. Damit wurde es ganz schön eng bei uns zuhause.

Ein Jahr später beschlossen meine Eltern, nach Amerika auszuwandern2., sie nannten es „das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Jedenfalls war es wohl sehr weit weg, viel weiter weg als Trent. Sie hatten gehört, dass man hier leicht ein Vermögen machen konnte. Mein Großvater war ganz begeistert, er wollte unbedingt mitkommen und dieses Land kennenlernen. Meine Onkel versuchten ihn umzustimmen: „Du bist 65 Jahre alt und nicht bei bester Gesundheit. Bleibe hier, dieses ferne Land wird niemals dein Zuhause sein.“ Aber alles zureden half nichts, Großvater war nicht davon abzubringen. Weiterlesen

Der Pommersche Greif auf der Genealogica 2022 oder Wie misst man Erfolg?

Der Pommersche Greif ist mit einem Messestand bei der Genealogica 2022 dabei gewesen. Ist es noch, denn die Messe ist noch bis zum 15. April 2022 geöffnet.

Mein Rückblick

Nachdem ich im vergangenen Jahr als Teilnehmer erst nach dem Live-Event zur Genealogica 2021, sozusagen von außerhalb, dazugestoßen war, kaufe ich mir in diesem Jahr schon früh meine Eintrittskarte. Dieses Mal will ich von Anfang an live dabei sein.

Ich überlege, eigentlich könnte der Pommersche Greif sich auch mit einem Messestand beteiligen. Ich nehme an einer Infoveranstaltung teil. Hört sich interessant an. Machbar.

Frei nach dem Motto „Wenn du es dir vorstellen kannst … kannst du es auch schaffen“, überzeuge ich den Greif-Vorstand zur Teilnahme. Mach mal! Weiterlesen

Programm der RootsTech 2022 ist online!

In der kommenden Woche findet vom 3. – 5. März 2022 zum zweiten Mal die weltweit größte genealogische Messe RootsTech statt.

Das diesjährige Motto lautet: #ChooseConnection

Das Programm der RootsTech 2022 ist gestern Abend online gegangen:
https://www.familysearch.org/rootstech/

Inzwischen haben sich schon weit über 500.000 Menschen weltweit angemeldet! Angemeldete Teilnehmer können sich jetzt schon eine individuelle Wiedergabeliste zusammenstellen:
https://www.familysearch.org/rootstech/playlist

Für dieses Jahr sind 1500 Kurse und Beiträge zu 185 Themen in mehr als 30 Sprachen angekündigt. Zu vielen Vorträgen Über ein Auswahlmenü kann z. B. nach Themen und Sprache ausgewählt werden, für die Auswahl „2022“ und „deutsch“ erhält man z. B. diese Auswahl:
https://www.familysearch.org/rootstech/search?f.language=de-DE&f.year=2022&p.index=0&p.pageCount=10

Anschauen kann man die Vorträge und Redner aber erst ab dem 3. März!

Auch aus Deutschland sind ein paar Vereine mit Vorträgen und Messeständen dabei, z. B. Kirchenbuchportal Archion, Verein für Computergenealogie e.V., Brandenburgische Genealogische Gesellschaft „Roter Adler“ e.V., Ahnenforscherstammtisch Unna, Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde e.V.

Über die Funktion Kalender hat man alle Live-Vorträge auf einen Blick:
https://www.familysearch.org/rootstech/calendar

Wer einen Stammbaum bei FamilySearch pflegt, findet womöglich unter den Teilnehmern auch neue Verwandte:
https://www.familysearch.org/en/connect/

Schaut auch mal links und rechts eures eigenen Interessengebiets. Schaut euch zum Beispiel die inspirierenden Hauptredner an, auch wenn ihr die Namen bisher womöglich noch nicht kennt.

Der Ahnenforscherstammtisch Unna lädt an allen drei RootsTech-Tagen abends ab 19.00 Uhr zu einem Zoom-Stammtisch ein, bei dem über die RootsTech gefachsimpelt werden kann:
https://www.ahnenforscher-stammtisch-unna.de/2022/02/12/ahnenforscher-stammtisch-unna-online-treffen-zur-rootstech-am-03-04-und-05-03-2022/

Wer noch in die Beiträge aus dem vergangenen Jahr reinschauen möchte, kann dies über die Jahresauswahl „2021“ tun:
https://www.familysearch.org/rootstech/search?f.year=2021&p.index=0&p.pageCount=10

Lasst euch einfach treiben, lasst euch inspirieren! Ich wünsche euch viel Spaß, interessante Tage, viele neue Eindrücke und Erkenntnisse bei der RootsTech 2022!

Ich freu mich drauf!

 

 

Ein Geschenk vom Nikolaus

Der Nichterreichbarkeit eines Zeitungsportals am vergangenen Wochenende ist es zu verdanken, dass ich das älteste Rätsel meiner Ahnenforschung endlich lösen konnte. Was für ein wunderbares Nikolausgeschenk!

Weil jeder Ahnenforscher nachempfinden kann, wie man sich da fühlt, erzähle ich heute gerne davon.

Hier erst einmal eine ganz kurze Zusammenfassung über das, was mir bisher in dieser Linie bekannt gewesen war:

1987, als ich mit der Ahnenforschung begann, bekam ich Notizen meines Opas in die Hände, die er zum Ausfüllen eines arischen Nachweises gemacht hatte. Dabei befand sich ein Brief seines Vaters (meines Urgroßvaters), den dieser ihm 1937 geschickt hatte. Daten seiner Vorfahren aus Westpreußen:

Ich heiße Johann Bieschke, geb. am 23.5.1880 in Schönwalde, Kreis Neustadt, WPr., kath.

Mein Vater: August Bieschke ist geb. 6.11.1843 in Schönwalde, Kreis Neustadt, WPr., kath.

Meine Mutter Barbara Bieschke geborene Pionke ist geb. am 4.12.1846 in Steinkrug, Kreis Neustadt, WPr., kath.

Es folgen noch Daten zu seinen Großeltern und Urgroßeltern väterlicherseits.

In den mikroverfilmten Kirchenbüchern fand ich damals die Taufe meines Urgroßvaters. Ich fand die Heirat seiner Eltern, die Taufe seiner Mutter (ihr Geburtsdatum stimmte aber nicht mit dem im Brief genannten Datum überein), Daten seiner Geschwister. Aber ich suchte mir die Augen blutig nach dem Taufeintrag meines Ururgroßvaters August Bieschke und dessen im Brief genannten Vorfahren. Nichts! Die Angaben in dem Brief stimmten nicht! Weiterlesen

Gefallene des 1. Weltkriegs der Stadt Usedom – eine Zusammenfassung

Foto: Wikipedia, Sebastian Wallroth – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

In seinem Artikel Gefallene des Ersten Weltkriegs der Stadt Usedom, Sedina-Archiv[1], Heft 3/2019, Mitteilungsblatt des Vereins Pommerscher Greif, hat Klaus-Dieter Kreplin zwei Quellen miteinander verglichen und tabellarisch zusammengestellt. Weiterlesen

Das Friesen-Denkmal im Stettiner Stadtforst

In vielen deutschen Städten finden wir Friesenstraße, Friesen-Schule, Sportvereine tragen den Namen Friesen oder Friesen-Denkmäler. In Stettin gab es den Turnverein Friesen e. V. und auch ein Friesen-Denkmal. Aber kaum jemand weiß, wer oder was „Friesen“ in diesem Zusammenhang bedeutet.

Karl Friedrich Friesen wurde am 25. September 1784 in Magdeburg geboren. Er studierte Vermessungswesen an der Bauakademie in Berlin, interessierte sich dann für Pädagogik und Philosophie, zwischen 1806 und 1811 arbeitete er zusammen mit Alexander von Humboldt am großen Atlas von Mexiko, ab 1810 war er Lehrer in der Plamann-Erziehungsanstalt in Berlin, die nach Pestalozzi-Prinzipien ausbildete. Zwischen 1810 und 1812 legte er zusammen mit Friedrich Ludwig Jahn die Grundlagen der deutschen Gymnastik. Friesen leitete zeitweise einen Turnverein in Berlin, entwickelte viele neue Turnübungen und errichtete eines der ersten deutschen Schwimmbäder an der Berliner Unterbaumbrücke. 1810 gründeten er und Jahn die Geheimorganisation Deutscher Bund, deren Ziel die Befreiung der deutschen Staaten von der französischen Besatzung und die Einigung Deutschlands war. Die Organisation war der Vorläufer der studentischen Vereinigungen mit autodidaktischem und politischem Charakter. Im Jahr 1812 bereitete er aktiv einen Aufstand gegen Napoleon vor. Im Jahr 1813 half er als Adjutant von Major Adolf Wilhelm von Lützow bei der Organisation von Freiwilligenkorps. Nach der Schlacht bei Kitzen floh er mit dem Dichter Theodor Körner, der in seinen Armen bei Rosenow starb. Nach der Niederlage in einem Gefecht mit Napoleons Truppen wurde er von den Franzosen gefangen genommen. Die Franzosen richteten ihn am 16. März 1814 in Lalobbe in den Ardennen hin. 1843 wurde er auf dem Invalidenfriedhof in Berlin feierlich beigesetzt.

Friedrich Friesen, Foto: Autor unbekannt – Scan aus „Die großen Deutschen im Bild“ (1936) von Michael Schönitzer, Wikipedia, gemeinfrei

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Landesarchiv Greifswald – Neue Informationen zu Beständen Gerichte Stettin, Reichsbahndirektion Stettin und Grundbuchamt Stettin

Auf Nachfrage an das Landesarchiv Greifwald habe ich folgende für Familienforscher interessante Informationen bekommen:

1. Gerichte in Stettin

In Stettin waren im Laufe der Geschichte eine Vielzahl von Gerichten ansässig. Im Landesarchiv Greifswald sind davon u. a. für die Zeit des 19. Jahrhunderts und bis um 1945 z. B. Akten des Stadtgerichtes Stettin, des Kreisgerichtes Stettin, des Amtsgerichtes Stettin, des Appellationsgerichtes Stettin, des Landgerichtes Stettin und des Oberlandesgerichtes Stettin in unterschiedlicher Anzahl überliefert. Weiterlesen

Buchverkauf aus dem Haus Stettin

Das Haus Stettin in Lübeck möchte folgende Bücher zum Verkauf anbieten. Es handelt sich um Restbestände im Neuzustand zu vergünstigten Preisen, zuzüglich Porto und Versandkosten.

Buchbestellungen richten Sie bitte direkt an das Haus Stettin, per E-Mail an: info@haus-stettin.eu oder per Post an: Haus Stettin e. V., Hüxterdamm 18a, 23522 Lübeck

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