Bleib zuhause – Kurve flach halten – forsche online in Pommern

Unter dem Motto “Bleib zuhause – #Kurveflachhalten – forsche online in Pommern” ruft der Pommersche Greif in Zeiten von Corona auf Twitter und Facebook Webseiten und Datenbanken rund um die Familienforschung in Pommern in Erinnerung.

Datenbanken:

Die erste Wahl, um mehr über einen Ort in Pommern zu erfahren ist selbstverständlich die Greif-Quellensuche in Kombination mit unserer Datenbank GreifX (Wichtig: Hier können bei der Suche Platzhalter verwendet werden.)

Personensuche für den Kreis Kolberg und Umgebung: Personen-Datenbank KolbeX mit aktuell etwa 335.000 Personendaten.

Für die Personensuche im Kreis Stolp und weit drumherum unverzichtbar: Der Globalindex mit über 4 Mill. Angaben, Es gibt Überschneidungen mit der Greif-X.

Der Arbeitskreis Familiengeschichte-Vorpommern bietet zwar keine Datenbank, aber zahlreiche Indexarbeiten, viele wertvolle Hinweise und Ansprechpartner.

Die Grabstein-Datenbank beim Verein für Computergenealogie erfasst viele Friedhöfen aus Vorpommern und aus Orten, wo Pommern nach der Vertreibung gelandet sind, abfragbar auch über die großartige Metasuche des Compgen.

Eine Seite der polnischen genealogischen Vereine, zu der man sich erst registrieren muss: Genbaza. Eine Anleitung hierzu erschien auf pommerscher-greif.de/genpol.html

Wir arbeiten eng zusammen mit der ZTG Zachodniopomorskie Towarzystwo Genealogiczne, die auch eine eigene Datenbank für die Indexarbeiten aus dem Staatsarchiv Köslin anbietet.

Die Datenbank der PTG Pomorskie Towarzystwo Genealogiczne enthält inzwischen neben Westpreußen auch viele pommersche Indexarbeiten.

“Militärpflichtige aus hinterpommerschen Kreisen” Belgard-Polzin, Bublitz, Neustettin, Rummelsburg, Schlawe und Stolp mit gegenwärtig 105.000 Namen aus den Kreisblättern 19/20. Jhdt. findet man unter Hölkewiese – Militärpflichtige

Eine wertvolle Datenbank bietet unser Mitglied Bodo Koglin, der schon die Hufenklassifikation federführend erfasst hatte, mit “Pommersche Steuerregister um 1700”

Zu Orten in den erst spät (1938) zu Pommern gekommenen Kreisen Deutsch_Krone, Flatow und Schlochau finden sie alles wesentliche auf Familienforschung in Westpreußen, z. B. mit einer Einwohnerdatenbank westpreußischer Familien

Das Posen Projekt bietet eine Datenbank der Eheschließungen im historischen Großpolen und der Umgebung, so sind auch Daten aus der Neumark, Neustettin, Deutsch-Krone Flatow enthalten.

Basia ist eine Datenbank mit Indizes, die von Freiwilligen aus Materialien in staatlichen und kirchlichen Archiven erstellt wird. Die Karte zeigt, welche Orte aus Pommern mit dabei sind.

Auf http://www.geneteka.genealodzy.pl/ finden sich auch Indexierungen pommerscher Orte vor 1945: Golz, Karnkewitz, Kolberg St. Nikolai, Pölitz und Budow Genaueres: https://blog.pommerscher-greif.de/tag/neu-goltz/

Das Adressbuchprojekt und die Kirchenbuchdatenbank Pommern der Pommerschen Forschungsgemeinschaft wurden vor Jahren erstellt. Ob noch daran gearbeitet wird?

Karten und Orte:

Orte auf historischen Karten mit Suchfunktion und stufenloser Überblendung auf aktuelle Kartenwerke, hier mit Zugriff auf große Teile der historischen Kartensammlung der SLUB Dresden

Sie finden auf einer vorhandenen Urkunde eine Ortsangabe und wissen gar nicht wo das ist? Versuchen sie Kartenmeister, um einen Ort jenseits der Oder-Neisse Grenze zu finden.

Quelle für Karten aller Art ist die polnische Sammlung Mapster.

Digitalisate:

Archion ist das kostenpflichtige Portal der evangelischen Kirchenbücher auch für Pommern. Bis zum 27. April 2020 gibt es aus Anlass von 5 Jahren Live-Betrieb eine Rabattaktion für verschiedene Pässe.

Ohne jede Registrierung nutzbar sind die online gestellten Scans aus dem Staatsarchiv Köslin: Standesamtsunterlagen, Karten und viele Akten zur Stadt Köslin und deren Eigentumsdörfern.

Umfangreich sind auch die online Bestände des Staatsarchivs Stettin: Standesamtunterlagen, Transportlisten, Kirchenbuchduplikate, Baupolizei u.v.m.

Suchmöglichkeiten erleichtern die Navigation durch das Online-Archiv der polnischen Staatsarchive. Personen- und Ortsnamen in Aktentiteln können so gefunden werden – auch aus Vorpommern.

Eine wichtige kostenlose Quelle für die Familienforschung überhaupt ist FamilySearch. Georg Palmüller erklärt in einem Video das Herunterladen von Digitalisaten.

Eine wertvolle Quelle für die Forschung in Vorpommern: die dänische Lustration 1715 bis 1721 mit Einwohnerlisten der Städte.

Für Vorpommern, die Insel Rügen und das rechte Oderufer ist die schwedische Landesaufnahme, die 1709 abgeschlossen wurde, das erste deutsche Kataster. Svea-Pommern hat eine Personen- und Ortssuche.

Archive:

Einen gemeinsamen Zugang zu Europas Archiven bietet das Archivportal Europa. Überraschenderweise findet sich bei der Suche dort oft mehr als wenn man die einzelnen Archive besucht.

In Deutschland hilft zusätzlich eine Suche im Archivportal-D. Beim Compgen erschien dazu ein Erklär-Video.

Das Archiv des Internets – eine gigantische Quelle. Metadaten, Textsuche, Webseiten, da kann man Stunden verbringen.

Literatur:

Von A[rndt} bis Z[aum] – digitalisierte Literatur zum Thema Familien- und Personengeschichte, nicht nur aus dem Adel https://www.pommerscher-greif.de/literatur/articles/familiengeschichte.html

Viele Digitalisate bietet die Sammlung der Martin-Opitz-Bibliothek. Teils findet man die Werke direkt online, teils etwas versteckt über einen Viewer im Bereich “Elektronischer Lesesaal”.

Die deutschen Geschlechterbücher enthalten Stammlisten bürgerlicher Familien aus der Zeit, als noch ohne Internet geforscht wurde. Es gibt etliche Pommernbände auch online.

Das Center for Jewish History hat Materialien zur jüdischen Familienforschung mit Digitalisaten auch aus Pommern veröffentlicht. Probieren Sie die Stichwortsuche aus!

Zufallsfunde:

Manchmal sucht man nach der Nadel im Heuhaufen und trifft auf Hinweise auf Personen aus anderen Orten, die aber nicht an dieser Stelle vermutet werden würden. Hilfreich ist vielleicht das Projekt Zufallsfunde der Verdener Familienforscher e.V.

Zeitungen:

Freie Suche durch historische Zeitungen in den USA, darunter viele deutschsprachige mit Nachrichten aus der alten Heimat auf der Website der Library of Congress

Auswanderung:

Die erste Auswanderungswelle aus Pommern nach Übersee begann 1839 mit den Altlutheranern. Wilhelm Iwans Buch “Die Altlutherische Auswanderung…” listet viele Namen.

Eine weitere nach kurzer Anmeldung freie Datenbank zur Suche nach Auswanderern ist die Seite von Ellis Island. Das war der größte Einwanderungshafen der USA.

Viele Pommern wanderten in die USA aus. Aber auch in Südafrika versuchten manche ihr Glück. “Schiffspassagierlisten Hamburg nach Afrika inklusive Südafrika” bietet viele Suchmöglichkeiten.

Die Bremer Passagierlisten erfassen Auswanderungen über Bremen vorwiegend aus den Jahren aus den Jahren 1920 bis 1939.

Eine gute Startadresse für die Suche in Brasilien ist das Institut Martius-Staden Über das Institut mehr bei Wikipedia.

Viele Pommern landeten im Staat Espírito Santo, Brasilien, wo heute noch Ostpommersch in zwei Gemeinden zweite Amtssprache ist. Das Archiv für Einwanderungsakten, darin auch Verträge der ersten Kolonisten.

Namensverbreitungskarte:

Ein schönes Werkzeug um herauszufinden, wo welcher Familienname vorkommt, ist die Namensverbreitungskarte des Vereins für Computergenealogie.

Nicht vergessen:

Nutzen Sie die Zeit auch für Telefonate mit Verwandten!

Viel Spaß beim Suchen und Finden!