20 Jahre Pommerscher Greif e. V.

UPDATE vom 06.03.2020

Liebe Mitglieder, Teilnehmer und Gäste,

der Vorstand des Pommerschen Greif hat bereits seit einiger Zeit die Entwicklung zum Thema Corona-Virus Covid-19 aufmerksam und mit zunehmender Sorge verfolgt.

Aufgrund der gesundheitlich nicht abzuschätzenden Risiken und Unwägbarkeiten haben wir uns heute schweren Herzens entschlossen, unser vom 27. bis 29. März in Greifswald geplantes Seminar samt Mitgliederversammlung abzusagen.

Wir wollen damit einer möglicherweise noch kurzfristiger notwendig werdenden Absage vorgreifen und so auch ausreichend Zeit für die Anpassung Ihrer diesbezüglichen Planungen ermöglichen. Dazu folgende Hinweise:

  • Selbstverständlich werden wir die bereits eingegangenen Teilnahmegebühren zeitnah erstatten und zurück überweisen.
  • Die gebuchten Zimmer Reservierungen in unserem Tagungshotel können kostenfrei storniert werden. Bitte veranlassen Sie rechtzeitig alles Notwendige.
  • Das Hotel Mercure zeigt sich zudem auch uns als Veranstalter gegenüber als sehr kulant, so dass unserem Verein erfreulicherweise keine weiteren Kosten entstehen.
  • Alle Teilnehmer, die mit der Deutschen Bahn anreisen wollten, möchten wir auf deren Kulanz-Regelung hinweisen:
    https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Corona-Virus-DB-umfassend-vorbereitet-4974568
    Eine Kopie dieser Email bzw. der Verweis auf die entsprechende Mitteilung auf unserer Homepage sollte als Nachweis der Veranstaltungsabsage ausreichen.

Wir beabsichtigen, unsere Mitgliederversammlung und die Jubiläumsveranstaltung noch in diesem Jahr nachzuholen und werden selbstverständlich darüber rechtzeitig berichten und erneut einladen.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und entschuldigen uns sehr für Unannehmlichkeiten, die diese Entscheidung für Sie mit sich bringt.

Klaus Kohrt  für den Vorstand Weiterlesen

Stammliste des Königlichen Kadettenhauses Culm-Cöslin

In der “Kujawsko-Pomorska Digitale Bibliothek” wurde ein sehr interessantes Buch digitalisiert, in der ausführliche Daten von Personen mit Bezug zum Militär zu finden sind.

Stammliste des Königlichen Kadettenhauses Culm-Cöslin (1. Juni 1776-1. November 1907); zusammengestellt von Leutnant Neuschaefer; Hermann Walther Verlagsbuchhandlung; Berlin; 1907

Link zum Digitalisat

Stammliste des Königlichen Kadettenhauses Culm-Cöslin

Kadettenhäuser oder Kadettenschulen dienten in der Regel der Vorbereitung von Schülern auf eine militärische Karriere. Die Kadettenanstalt Culm wurde 1776 gegründet und 1890 nach Köslin verlegt.

Das frisch digitalisierte Werk enthält auf 460 Seiten rund 6400 Namen. Weiterlesen

Ein Volkslied von 1483

Ein Gastbeitrag von David Krüger

 

„De herren to Demyn“ oder auch „das Lied der Afgünstigen“ ist ein Volkslied von 1483, von dem nach Thomas Kantzow und alten Urkunden nur der Anfang “De Herren to Demyn” überliefert ist. Es handelt von Bernd von Maltzan, welcher als Raubritter landesweit bekannt wurde.

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Aus dem Leben der Familie des Pastors in Koserow auf Usedom, Felix Coulin

Ein Gastbeitrag von Hilde Stockmann

Aus dem Leben der Familie des Pastors Felix Coulin
* 01.12.1879 in Libau +10.10.1963 in Kiel
Pastor in Koserow, Insel Usedom von 1918 – 1945

 

Ich habe im Laufe der Jahre viel über die Kirche Koserow zusammengetragen.

Aber über den interessanten Lebensweg des Pastors Coulin in Koserow haben wir erst erfahren, als die Enkelkinder zum 100. Antritt des Großvaters zu Besuch kamen und uns Berichte gaben.

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Die Apfel-Allee in Stettin – Wohnsitz der Familie Gerbrecht am Ende des 19. Jahrhunderts

Ein Gastbeitrag von Peter Gerbrecht

 

Die heutige Aleja Powstańców Wielkopolskich in Stettin ‒ wörtlich „Allee der Auf­ständischen Großpolens“ ‒ trug bis 1945 den beschaulichen Namen „Apfel-Allee“ und kann auf eine rund 200 Jahre lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Die Straße lag (und liegt noch heute) im Süden der Stadt und erstreckt sich in nordsüdlicher Richtung zum nächst­gelegenen Vorort bzw. Stadtteil Pommerensdorf (polnisch Pomorzany). Nach allem, was bekannt ist, dürfte sie auch für die Ansiedlung der aus Altdamm stammenden Familie Gerbrecht in der Ostsee-Metropole Stettin gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine zentrale Rolle gespielt haben.

Im Jahre 1822 gründete die Stadt Stettin am Landweg zwischen der alten Festung und dem südlich gelegenen Pommerensdorf auf über 200 Hektar erstrittenen Landes eine Kolonie und markierte damit den Beginn der so genannten „Pommerensdorfer Anlagen“. Das neue Areal, das vorwiegend aus Obstgärten, Feldern und einigen Wirtschaftsgebäuden bestand, erfuhr bald eine allmähliche Randbebauung und hatte 1857 genau 43 Hausnummern. Am 4. September 1864 wurde es mit seinen mittlerweile 1.610 Bewohnern von Amts wegen zu Stettiner Stadtgebiet erklärt und bildete so dessen Südgrenze. Die Straße ins Stadtzentrum bekam zudem einen neuen Namen und ihre Anwohner wurden im Straßenverzeichnis der Adressbücher von 1866 bis 1880 unter der Überschrift „An der Apfel-Allee (Pommerensdorfer Anlage)“ aufgeführt. Im Zuge dieser ersten großen Urbanisierungsphase und als Folge neu hinzukommender Wohnhäuser, aber auch kleiner Fabriken, Gewerbebetriebe usw., erhielt die Apfel-Allee eine überarbeitete Hausnummerierung; so waren 1866 erst 13 Adres­sen vergeben (1 bis 13), 1876 hingegen schon 28, nämlich die Nummern 1, 1a bis 1i, 2 bis 4, 4a bis 4d und 5 bis 15.

Spätestens im Alter von neun Jahren muss unser Urgroßvater Wilhelm Franz August Gerbrecht in die mit über 90.000 Einwohnern schon damals große Hauptstadtregion der Provinz Pommern gekommen sein, denn seine am 25. Februar 1872 geborene Schwester Emma Elise Marie, jüngstes der fünf Geschwister, war im Gegensatz zu ihren vier Brüdern nicht mehr in Altdamm, sondern bereits in Stettin zur Welt gekommen. Doch erst sieben Jahre später, im Adreß- und Geschäfts-Handbuch von 1879, wird der Vater Carl Gerbrecht unter seiner Adresse am nördlichen Ende der Apfel-Allee verzeichnet:

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Für die Zukunft Ihrer Forschungsergebnisse!

Sie sind Mitglied im Pommerschen Greif und möchten Ihre Forschungsergebnisse dauerhaft erhalten? Im Sedina-Archiv haben Sie dazu die Möglichkeit! Veröffentlichen Sie Ihre Ahnen- oder Stammlisten rund um ihre Pommernforschung.

Aber auch Texte* zu speziellen Forschungsthemen, Erfahrungsberichte oder Buchbesprechungen sind jederzeit willkommen.

Schreiben Sie uns: redaktion@sedina-archiv.de

Wir freuen sich auf Ihre Nachricht!

* Die Beiträge können bis zu sieben DIN A4 Seiten lang sein (Arial, Schriftgröße 10, Zeilenabstand 1,5).

Weitere Informationen finden Sie unter: Pommerscher Greif – Sedina-Archiv

Informieren Sie sich auch gerne, worüber bisher geschrieben wurde:

Inhalte der Bände 1-14

Register der Bände 1-13

Das erste Auto in Odermünde (Scholwin) 1936

Es war eine Sensation, im kleinen Odermünde (vormals Scholwin), nördlich von Stettin knatterte und hupte es: Der Elektromeister Augustin Weiss kaufte sich einen Opel P4, es war eine der ersten Autos, den “man” sich leisten konnte.

Augustin und Pauline Weiss mit Tochter Maria Marten geb. Weiss, 1936 Odermünde

Auch damals schon musste dafür ein Führerschein gemacht werden. Mein Ururgroßvater Augustin Weiss (1873-1948) machte also im “hohen Alter” von 63 Jahren den Führerschein. Weiterlesen