Vereine in Demmin

Ein Gastbeitrag von David Krüger

Das Allgemeine Preußische Landrecht von 1794 gestand den Untertanen die Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit zu, politische Angelegenheiten in Vereinen waren jedoch verboten. Zu Zeiten Napoleons bildeten sich zahlreiche patriotische Vereine, so auch in Demmin.

1849 gab es den Concordia Verein, Handwerker Verein, Patriotischen Verein, sowie den Politischen Verein in Demmin.

Im Laufe der Jahre wurden weitere Vereine gegründet, welche in der Demminer Zeitung zu finden sind.

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Die Geschichte der gewerblichen Fotografie in Vorpommern zwischen 1839 und 1880

Ein Gastbeitrag von Frank Biederstaedt,
Diplom-Archivar, Leiter Stadtarchiv und Stadtbibliothek Sassnitz

 

Dissertation, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Caspar-David-Friedrich-Institut, Prof. Dr. Gerhard Weilandt, Beginn: April 2015

 

In dieser Dissertation wird die frühe Fotogeschichte Vorpommerns anhand ausgewählter Regionen und Städte untersucht: Die Insel Rügen als ländlicher aber touristisch stark frequentierter Raum, die Hansestädte Stralsund und Greifswald als Provinzstädte mit über 10.000 Einwohnern sowie vorpommersche Provinzstädte wie Demmin, Anklam oder Pasewalk. Zentrales Anliegen der Arbeit ist es, die Ausbreitung der gewerblichen Fotografie in Vorpommern, ausgehend von der ersten öffentlichen Bekanntmachung des Verfahrens der Daguerreotypie im Jahr 1839 bis ca. 1880, darzustellen. Dabei sollen Fragen nach eventuellen spezifisch vorpommerschen Besonderheiten, regionalen Sonderangeboten und den gesellschaftlichen Vorbedingungen beantwortet werden.

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Die Anfänge der Fotografie in Demmin

Ein Gastbeitrag von David Krüger

 

Die ersten fotografischen Versuche in Demmin wurden 1843 vom damaligen Lehrer Carl Medow durchgeführt, ein entsprechender Hinweis findet sich in der Ausgabe des Demminer Wochenblatts vom 19. August 1843:

„[…] Herr Carl Medow, dem wir bereits die hübsche Lithographie unseres Marktes verdanken, ist nun schon seit einiger Zeit mit Versuchen im Daguerreotypien beschäftigt gewesen und hat auch die Schwierigkeiten, die jeden Anfänger in dieser Kunst erwarten, in einem so glücklichen Grade überwunden, dass wir sowohl ihm als uns zu seiner neuerworbenen Fertigkeit aufrichtig Glück wünschen können. […]“

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Zeitzeugen dringend gesucht!

Der Pommersche Greif erhielt folgende Anfrage, die wir mit Genehmigung hier im Original abdrucken:

Für seine Publikation Das Ende des Zweiten Weltkrieges in der Region von der Oder bis zur Linie Anklam-Strasburg-Prenzlau im Frühjahr 1945, die im Monat März 2020 anlässlich des 75. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges in unserer Region herausgegeben werden soll (etwa 300 Seiten), sucht der Autor Joachim Hartfiel noch immer Zeitzeugen aus den ehemaligen Ostgebieten der Kreise Ueckermünde und Randow, die im Monat April 1945 durch das Vordringen der Roten Armee aus ihrer Heimat fliehen mussten. Es ist das Gebiet von der Oder bis zur heutigen Staatsgrenze der BRD zu Polen in der Ost-West-Ausdehnung und vom Stettiner Haff bis nördlich Mescherin an der West-Oder in der Nord-Süd-Ausdehnung. Es interessieren auch die Ereignisse in den Monaten Mai und Juni 1945 in diesen Territorien. Der Verfasser ist bereits 89 Jahre alt und es ist sein Bestreben, für unsere Nachwelt eine möglichst vollständige Darstellung der damaligen Ereignisse in unserer Region zu erarbeiten und zu hinterlassen. Er möchte Erinnerungsberichte in die geplante Publikation einfügen.

Er wendet sich auch an jene Personen, die keine Zeitzeugen der damaligen Ereignisse sind, aber zur Vervollständigung der Publikation in irgendeiner Weise betragen könnten. Es gibt für ihn in den hiesigen Archiven, einschließlich Landeshauptarchiv Schwerin und Landesarchiv Greifswald, keine Aktenbestände oder Quellen zu den damaligen Ereignissen in den o. g. Territorien. Zeitzeugenberichte könnten die historische Situation aufhellen.

Kontakt:
Joachim Hartfiel, 17358 Torgelow, Straße der Solidarität 22 b
Tel.: (03976) 20 37 11 (mit Anrufbeantworter)
Mail: hart85fiel@newdataline.com

Heimatbeilage – Beilage zur „Jarmener Zeitung“ mit „Gützkower Zeitung“ 1931-1938

Heimatbeilage – Beilage zur „Jarmener Zeitung“ mit „Gützkower Zeitung“ 1931-1938

Zwischen 1931-1938 erschien in unregelmäßigen Abständen die Beilage zur „Jarmener Zeitung“ mit „Gützkower Zeitung”, nachfolgend als Heimatbeilage bezeichnet.

Neben Beiträgen zur Geschichte von Jarmen (Ereignisse, Firmen, Innungen, …) finden sich dort ebenfalls zahlreiche Beiträge zur Familien- und Namenskunde in Jarmen und Umgegend, sowie Beiträge zu den Kreisen Anklam, Demmin, Greifswald und allgemein zu Pommern.

Nachfolgend finden Sie die verschiedenen Beiträge, welche nach Themen und Familiennamen geordnet sind. Falls Sie Interesse an einem Beitrag haben, gebe ich gerne Auskunft.

David Krüger
Ansprechpartner für den Altkreis Demmin beim Pommerscher Greif e.V.

E-Mail: kontakt@david-krueger.de Weiterlesen

Theodor Fontane und der Pietismus in Pommern

Ein Beitrag von Dr. Hasso Prahl

Vor 200 Jahren, am 30. Dezember 1819, wurde Heinrich Theodor Fontane, besser bekannt als Theodor Fontane, in Neuruppin in der Mark Brandenburg geboren. Seit 1827 lebte er mit seinen Eltern in Swinemünde in Pommern. Er war ein deutscher Schriftsteller. Er gilt als bedeutendster deutscher Vertreter des Realismus. Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin.

Dieser Beitrag beschreibt, wie Fontane den Pietismus in Pommern nicht als Kirchenhistoriker, sondern als Schriftsteller gesehen hat.

Einleitend soll der Pietismus kurz erläutert werden. Er wird von „pietas“ (Gottesfurcht, Frömmigkeit) abgeleitet. Kritiker des Pietismus haben ihm auch spöttisch die Bedeutung „Frömmelei“ beigelegt. Jedenfalls ist er nach der Reformation die wichtigste Reformbewegung im evangelischen Christentum. Der Pietismus versteht sich theologisch als eine Besinnung auf Grundanliegen der Reformation. Sie wurden jedoch im Laufe der Zeit durch die Aufnahme anderer Traditionsstränge in verschiedener Weise umgeformt. Daher sollte man nicht vom Pietismus schlechthin sprechen, sondern ihn in jeder Zeit in seiner jeweiligen Ausdrucksform wahrnehmen. Vereinfachend kann zusammenfassend festgestellt werden: der Pietismus hat seit seiner Entstehung in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts vom klassischen Pietismus der Barockzeit über den Spätpietismus des ausgehenden 18. und des beginnenden 19. Jahrhunderts, die Erweckungsbewegungen des 19. Jahrhunderts bis zur evangelikalen Bewegung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vielgestaltige Veränderungen aufzuweisen. Dazu zählt sowohl die Strömung, die zwar in der Amtskirche bleibt oder geduldet wird, als auch die kirchenkritische Strömung, die sich von der Amtskirche ablöst oder von ihr als Separatismus empfunden und daher aus ihr ausgeschlossen wird. Weiterlesen

Der Dom zu Cammin

Camminer Dom

Camminer Dom

“Nach einem alten pommerschen Sprichwort sind die drei bedeutendsten Kirchen in Pommern: die Stargarder “Hohe”, die Kolberger “Weite” und die Camminer “Schöne” ” schreibt Rudolf Spuhrmann im Vorwort zu seinem Buch “Der Camminer Dom”, veröffentlicht 1911.

 

 

 

 

Camminer Dom

Camminer Dom

Wenn dazu Wikipedia vom ” einzigen in Pommern teilweise erhaltenen gotischen Kreuzgang”  berichtet und der Ort Cammin malerisch am Camminer Bodden liegt, lohnt es sich, den Strandurlaub für eine Besichtigung zu unterbrechen.

Vielleicht kann diese kleine Fotogalerie auch Sie zu einem Besuch anregen.

Der Kreuzgang

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Der Dom in Oliva

Dom zu Oliva

Dom zu Oliva

In unserem diesjährigen Polen-Urlaub besuchten wir auch den Dom zu Oliva, jetzt ein Stadtteil von Danzig, früher Sitz eines mächtigen Zisterzienserklosters. Wer in der Gegend ist, sollte sich diesen eindrucksvollen Bau mit der reichen Innenausstattung nicht entgehen lassen, besonders die Orgel ist hörens- und sehenswert. Im Sommer findet zu jeder vollen Stunde eine kurzes Orgelkonzert statt, dass den Klangreichtum demonstriert und man sieht die Engel ihre Trompeten spielen, sie bewegen sich tatsächlich.

Dieses Video gibt eine akustischen und optischen Eindruck.

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