Der Greifenstuhl

Ein Beitrag von Doris Lente

 

Von meiner Mutter Elisabeth Uecker geb. Gaulke haben wir einen sehr aufwendig geschnitzten Stuhl mit dem Vogel Greif als Motiv geerbt.

Meine Mutter wurde in Garrin Kreis Kolberg am 22.04.1927 als einzige Tochter von Paul und Emma Gaulke geboren. Den Stuhl hat sie von einer kinderlosen Tante väterlicherseits, Frau Frida Schulze geb. Gaulke aus Semmerow geschenkt bekommen. Frida Schulze geb. Gaulke war Kreisbäuerin in Semmerow und hatte einen für die damalige Zeit vorbildlich geführten Bauernhof, stets ausgestattet mit den fortschrittlichsten Neuerungen im Bereich der Land- und Viehwirtschaft. Sie und ihr Ehemann gehörten zu den einflussreichen Bauern, die sich solche Stühle bestimmt leisten konnten. Es entzieht sich aber leider meiner Kenntnis, wer den Stuhl gearbeitet hat und wie er in den Besitz dieser Tante Frida kam. Weiterlesen

Provinzialobstbaumschule in Stargard

Ein Beitrag von Christian Hell

 

Ich habe ein Gartenbaustudium in Hannover absolviert und bin an gartenbaulichen Themen immer interessiert. Im Zuge meiner Ahnenforschung in Pommern bin ich auf meinen 7-fachen Urgroßvater Christian Conrad Hoffmüller gestoßen, der in Kirchenbuch der Johanniskirche in Stargard als Kunst- und Lustgärtner bezeichnet wurde. Er starb 1741 im Alter von 80 Jahren, lebte also von ca. 1661 – 1741.

Auch seine Nachfahren sind in diversen Kirchenbüchern in den Kreisen Saatzig, Naugard und Regenwalde als Kunst- und Lustgärtner oder nur als Gärtner bezeichnet worden. Nach unbestätigten Informationen haben sich in Mexico (Ortsteil von Stargard) die Hoffmüllers eine Saatgutfirma aufgebaut, die wohl bis zum Ende des 2. Weltkrieges Bestand hatte. Weiterlesen

Gesucht: Feldwebel Gottlieb Rhodgeß

Unser Vorfahr, Hermann Friedrich Richard Rhodgeß wird am 1.6.1855 in Pölitz, Kreis Randow als Sohn des Stellmachers Friedrich Wilhelm Rothges und seiner Frau Wilhelmine, geb. Stühmke geboren.

Heiratseintrag Rhodgeß – Stühmke, evgl. Kirchenbuch Pölitz, Kreis Randow

Im evangelischen Kirchenbuch von Pölitz finde ich den Heiratseintrag der Eltern vom 28. April 1835. Daraus entziffere ich, dass der Stellmachergeselle 31 Jahre alt und einziger Sohn des verstorbenen Feldwebels Gottlieb Rhodgeß zu Stolpe sei. Weiterlesen

Unbekannte Personen auf einem Foto

Ein Beitrag von Barbara Schäfersküpper

 

Mir fällt immer mal wieder ein Foto in die Hände und niemand weiß, wer dort abgebildet ist. Wenn ich die beiden jüngeren Männer ansehe, glaube ich, meinen 1971 verstorbenen Vater darin zu erkennen. Weiterlesen

Suchanfrage Ernst Radtke

Ernst Radtke wurde im Jahr 1921 in Seinskau (Zajonskowo), Kreis Löbau, Westpreußen geboren. Im Taufeintrag wird seine ledige Mutter als “Ansiedlertochter” bezeichnet.

Sie blieb unverheiratet und ertrank 1930 in einem Teich auf dem gepachteten Hof ihres Vaters in Glasenapp, Kreis Neustettin. Dort lebte Ernst Radtke dann zunächst gemeinsam mit seiner Großmutter, die in demselben Jahr Witwe wurde.

Irgendwann danach brannte dieser Hof ab, wann genau das war, ist allerdings unklar. Lässt sich darüber mehr herausfinden?

Später arbeitete die Großmutter auf einem anderen Hof in oder bei Bublitz, möglicherweise in Christophshagen, Kreis Köslin.

Es ist nicht klar, ob das folgende Foto den früheren (dann abgebrannten) in Glasenapp oder den späteren Hof bei Bublitz zeigt. Wie kann ich darüber mehr erfahren?

Ernst Radtke hat in den Jahren 1937 – 1940 bei Maschinenfabrik Arthur Schütz in Bublitz eine Maschinenschlosserlehre absolviert und dann dort bis zur Einberufung zur Wehrmacht im Februar 1941 als Geselle gearbeitet. Existiert noch ein Foto der Maschinenfabrik?

Ernst Radtke wurde 1941 zur Wehrmacht eingezogen und konnte sich bei Kriegsende über Umwege in den Westen durchschlagen.

In seiner Heiratsurkunde aus dem Jahr 1947 steht, dass seine Mutter Berta Maria Luise Radtke am 5. Mai 1888 in “Altvalm, Westpreußen” geboren wurde. Einen solchen Ort gibt es allerdings nicht. Hier könnte es zu einer Verwechslung gekommen sein. Richtig ist hier wohl eher der Ort Alt Valm, Kreis Neustettin, unweit des Ortes Glasenapp. Hier konnte ein möglicherweise passender Taufeintrag vom 15. Juni 1890 (Geburt 14. Mai 1890) gefunden werden.

Ich freue mich über jeden Hinweis.

Werner Radtke

 

 

Suchanzeige “Hänschen” in Prerow – März 1945

Vor einiger Zeit erreichte uns die nachfolgende Anfrage. Gerne würden wir bei der Klärung des Schicksals helfen. Daher veröffentlichen wir diese genehmigte Suchanfrage.

“Im März 1945 wurde in der Flüchtlingssammelstelle Prerow/ Darß ein Kind abgegeben. Der etwa zwei oder drei Jahre alte Junge hatte ein Schild mit der Aufschrift ‘Ich heiße Hänschen’ um den Hals. Das Kind hat ein besonderes körperliches Merkmal. Das Ehepaar (Familie), welches das Kind abgab, kam aus einem Flüchtlingstreck und verabschiedete sich mit der Bemerkung, dass es wiederkommen würde.

Die Rekonstruktion der Kriegsereignisse ergab, dass damals die 1. Weißrussische Front vom Warthebogen aus, nördlich nach Pommern in Richtung Ostsee vorstieß. Vor Stargard kam es aufgrund des deutschen Widerstandes im Februar für zwei Wochen zu einem Stillstand dieser Bewegung. Anfang März setzte die 1. Weißrussische Front aber zu einem Großangriff an. Dieser löste eine Fluchtwelle aus dem Raum Polzin aus. Am 7. März erreichten die ersten Flüchtlinge aus Bärwalde, Belgard und Polzin die Sammelstelle Prerow. Am 10. März kamen die ersten Flüchtlinge aus Naugard. Danach vermehrt auch aus Stettin. Eine Auswertung der Flüchtlingsliste ergab, dass infrage kommende Ehepaare und Familien aus den Räumen Polzin, Naugard und Stettin stammten. Es kamen aber auch Personen aus dem Raum Köslin und Großmöllen in Prerow an. Das Kind “Hänschen” muss nicht direkt aus den genannten Ortschaften stammen, könnte aber von dort mitgenommen worden sein.

Das Kind erhielt eine neue Identität und blieb in Vorpommern wohnhaft. Der heutige Pensionär, Herr S., bat einen Militärhistoriker und Genealogen um professionelle Hilfe. Er erinnert sich auch an Einzelheiten. Er wurde z.B. von einem polnischen Kindermädchen betreut. Der Mann, den er für seinen Vater hält, trug Uniform und verließ mit Mutter und Kind am Fluchttag den Heimatort in einem Militärfahrzeug. Die Nacht verbrachte die Familie in einem Zimmer. Die Eltern wurden herausgerufen und es fielen Schüsse. Das Paar kam nicht wieder zurück. Ein Ehepaar nahm das Kind mit und gab es in der Sammelstelle in Prerow ab. Herr S. ging bisher davon aus, dass er aus dem Raum Ostpreußen stammt, kann sich aber nur an eine einzige Übernachtung erinnern.

Eine Genanalyse ergab, dass Herr S. in einer engen Beziehung zu einer Familie mit dem Namen LOEPER/ LÖPER, aus dem Raum Köslin steht. Diese Verbindung wird auch durch Bildvergleiche erhärtet. Eine genealogische Verbindung konnte bisher nicht bestätigt werden. Herr S. möchte die Hoffnung nicht aufgeben, mehr über seine Herkunft und Familie in Erfahrung bringen zu können. Er bittet deshalb um Hilfe.

Gesucht werden nun Angehörige und Personen, die sich an das Kind und die Eltern erinnern können. Gesucht wird auch die Familie, die das Kind “Hänschen” in Prerow abgegeben hat! Wer solche Informationen hat, möchte sich bitte an die folgende Adresse wenden:

Herr Christian Klobuczynski M.A
Institut für angewandte Biografie- und Familienforschung Kassel (IBF-Kassel)
Weserstraße 38-40
34125 Kassel

Telefon 0561-9700544
Email: klobuczynski@ibf-kassel.de

Bibel in Belgard gefunden – wer kann helfen?

Bibel von der Familie Schramm aus Belgard

Über Facebook erreichte den Greif folgende Anfrage aus Belgard:

Guten Tag, ich wohne mit meinem Mann in Bialogard.

Das ist in der Woiwodschaft Westpommern in Polen.

In der Familie meines Mannes wurde vor einigen Jahren eine Bibel gefunden, welche den Eheleuten August und Christiane Schramm zum 50 Hochzeitstag am 9 April 1936 geschenkt wurde.

Wie wir herausgefunden haben, wohnten diese Eheleute in der Straße “ul. Kołobrzeska 6” in Bialogard.

Mein Mann und ich möchten auf irgendeinem Wege die Familie finden und dieses wertvolle Andenken überreichen.

 

Wer hat weitere Informationen zu der Familie Schramm / zu den Nachkommen?

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Ehrentafeln 1. Weltkrieg

Auf dem Dachboden des Gutshauses Klein Kussewitz bei Rostock
hat unser Mitglied Christine Krüger am Wochenende diese Tafeln entdeckt.
Im Gutshaus sind sie Bestandteil eines Antik- u. Trödelmarktes und dienten als Bücherregalrückwand. Da ihr die Angaben Lazarett Stolp und Stettin auffielen, hat sie die
Tafeln fotografiert.

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