Die Anfänge der Fotografie in Demmin

Ein Gastbeitrag von David Krüger

 

Die ersten fotografischen Versuche in Demmin wurden 1843 vom damaligen Lehrer Carl Medow durchgeführt, ein entsprechender Hinweis findet sich in der Ausgabe des Demminer Wochenblatts vom 19. August 1843:

„[…] Herr Carl Medow, dem wir bereits die hübsche Lithographie unseres Marktes verdanken, ist nun schon seit einiger Zeit mit Versuchen im Daguerreotypien beschäftigt gewesen und hat auch die Schwierigkeiten, die jeden Anfänger in dieser Kunst erwarten, in einem so glücklichen Grade überwunden, dass wir sowohl ihm als uns zu seiner neuerworbenen Fertigkeit aufrichtig Glück wünschen können. […]“

Leider sind keine weiteren Informationen bekannt, ob Carl Medow die Versuche fortgeführt hat.

Der erste bekannte Fotograf in Demmin war Friedrich Förster, welcher 1857 zunächst sein Atelier in Stuterhof, später dann in der Baustraße 65, hatte. In der Ausgabe des Demminer Wochenblatts vom 30. Mai 1857 erschien folgender Hinweis:

             

 

Den geehrten Herrschaften Demmins und der Umgegend die ergebene Anzeige, dass vom Unterzeichneten Positiv-Photographien und Pannotypien sauber und scharf angefertigt werden. Auch werden Gemälde, Landschaften klar und getreu dargestellt. Die Preise habe ich sehr billig gestellt, so dass ich auch darin den Wünschen eines geehrten Publikums genüge und ich mich gewiss einer zahlreichen Teilnahme erfreuen kann.

Die Aufnahmen geschehen bei klarer, wie auch bei trüber Witterung von morgens 8 bis nachmittags 6 Uhr. 

Mein Atelier ist in Stuterhof im Maurer Lück’schen Hause.

 Förster, Photograph.

Quellen:
Demminer Wochenblatt, Ausgabe Nr. 66 vom 19.08.1843
Demminer Wochenblatt, Ausgabe Nr. 43 vom 30. Mai 1857

 

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