Neues aus der Bibliothek des Pommerschen Greif in Züssow

Britta und Hagen Kertscher, die ehrenamtlichen Betreuer der Bibliothek und des Archivs unseres Vereins in Züssow, berichten aus ihrer Arbeit:

Für dieses Jahr ist in der Bibliothek die weitere Zusammenlegung der beiden derzeit noch in unterschiedlichen Regalen stehenden Bestände der Greif Bibliothek und der ehemaligen Bibliothek der Ostseeakademie geplant. Gleichzeitig werden dabei die Doubletten konsequent aussortiert. Damit verbunden wird an einer Zusammenstellung der aussortierten Bücher gearbeitet, damit diese Bücher zuerst den Vereinsmitgliedern z.B. zum Kauf angeboten werden können. Zeitgleich läuft die Erfassung der neuen Bücher, Zeitungen und Zeitschriften aus Nachlässen und Spenden.

Bibliotheksraum

Bibliotheksraum

Um den nötigen Stellplatz in den Regalen für alle Bücher im großen Raum zu schaffen,  werden die Zeitungen und Zeitschriften in einem zur Bibliothek gehörenden Zeitungsarchiv (die vorderen Regale im 2. Raum) aufgestellt. Dieser Teil wird dann nur noch in unserem Beisein zugänglich sein, da gerade die älteren Zeitungen und Zeitschriften recht empfindlich sind. Damit sind wir dann auch schon bei einem allgemeinen Problem : bisher erfolgte die Aufbewahrung stehend ungeachtet des Füllgrades der Kartons. In Zukunft soll die Lagerung liegend und wenn möglich in ungefalztem Zustand erfolgen. In einem weiteren Schritt müssen die evtl. zum Heften verwendeten Metallklammern wegen der Rostflecken entfernt oder durch spezielle Klammern ersetzt werden.

Blick aus dem Archivraum

Blick aus dem Archivraum in den Bibliotheksraum

Im sich im Aufbau befindlichen Vereinsarchiv des Pommerschen Greif e.V. haben die ersten Arbeiten zur ordnungsgemäßen Aufbereitung der Archivalien begonnen. Es wurden bis jetzt  21 Ordner  von 197 Ordnern der Sammlung Groth digitalisiert.

 

 

Das heißt alle Seiten wurden aus den Klarsichthüllen entnommen sowie Büroklammern, Aktendullis (Heftstreifen) und Heftklammern vor dem Einscannen entfernt. Nach der Digitalisierung erfolgt die Heftung auf speziellen Schlauchheftbügeln ohne Klarsichthüllen, Büroklammern, Aktendullis und Heftklammern in den Archivboxen. Urkunden so wie handschriftlicher Schriftverkehr werden dabei weitestgehend ungelocht in Mappen archiviert. Auf eine Nummerierung der einzelnen Seiten wurde bewusst verzichtet, da an Hand der Digitalisate jederzeit ein Überblick über Anzahl und Reihenfolge der Archivalien gewährleistet ist. Je nach der in den Ordnern befindlichen Menge an Archivalien  kann in einer Archivbox der Inhalt von 2 – 4 Ordnern archiviert werden.

Klarsichthüllen und Ordner bleiben übrig und können zum Verkauf angeboten werden.

Es erfolgt jetzt noch die OCR-Texterkennung der Digitalisate mit der Software Abby FineReader. Die weitere Aufarbeitung der Digitalisate, damit eine Volltextsuche die gewünschten Ergebnisse bringt, ist im Aufbau. Die Digitalisate sollen am Ende in einer Datenbank zur Verfügung stehen, mit dem Aufbau der Datenbank wurde bereits begonnen.

Geplant ist hier bis zum nächsten Seminar die sich im Bestand befindlichen Teile der Sammlung Groth vollständig zu digitalisieren und in Archivboxen zu archivieren.

Gleichzeitig wäre es wünschenswert,  wenn ein Aufruf an alle Mitglieder gestartet werden könnte die sich eventuell in Ihrem Besitz befindlichen Teile dieser Sammlung an uns zu melden so daß wir sie vielleicht einmal in näherer oder fernerer Zukunft in unseren Bestand in Papier und/oder digitaler Form integrieren können, so dass die wohl derzeit verstreuten Teile in einer möglichst kompletten Gesamtheit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können und unseren Mitgliedern auch weiterhin für Ihre Forschungsarbeit optimiert zur Verfügung stehen. Bisher umfasst die im Bestand befindliche Sammlung 197 Ordner mit den 9 Ordnern aus der Sammlung Bruhn,  die bereits zurück überführt wurden. Im Anschluss ist geplant in gleicher Weise mit den Sammlungen Rexilius, Winkelsesser und Bruhn zu verfahren. Aber auch die vielen kleinen Sammlungen und Nachlässe sollen so archiviert und digitalisiert werden. Für diese umfangreiche Arbeit sind wir noch auf der Suche nach Helfern aus der Region.

Mit der Martin Opitz Bibliothek laufen gleichzeitig Gespräche, da die bisher eingesetzte Software allegro im Augenblick auch an die Bedürfnisse eines Archivs angepasst wird als Einsatz einer Software für das Vereinsarchiv. So sollen wir eine Vorabversion zur Verfügung gestellt bekommen für unsere Arbeit.

Zu geplanten Investitionen ist im Rechenschaftsbericht alles gesagt worden und bedarf keiner Ergänzung.

Über jede tatkräftige Hilfe und Unterstützung freuen wir uns immer. So hat Andre Marten uns im vergangenen Jahr bei der Ersterfassung und Sichtung des recht umfangreichen Nachlasses der “Heimatgemeinschaft der Labeser” sehr geholfen,  in dem er an zwei Tagen in Züssow diese Arbeit komplett für uns erledigt hat.

Wenn noch ein paar weitere aktiv in der Bibliothek mithelfende Mitstreiter aus der Region wie Herr Dr. Bärenklau und Herr Plath begeistert werden könnten wäre uns auch schon bei der Bewältigung der umfangreichen Aufgaben geholfen.

Eine Abfrage der Bibliotheksbestände kann derzeit erfolgen über die Verbundbibliothek Östliches europa http://katalog.martin-opitz-bibliothek.de/voe/

Bis zur Zusammenführung der Kataloge muss leider sowohl über Greif als auch über Greif2 ( Ehemalige Bibliothek der Ostseeakademie) gesucht werden.

Allgemeine Informationen zur Bibliothek:
http://pommerscher-greif.de/vereinsbibliothek.html

Am 25.02.2016 wurde der folgende Artikel über unsere Bibliothek in der Ostseezeitung veröffentlicht:

Ostseezeitung vom 25.06.2016

Ostseezeitung vom 25.06.2016