Neuerscheinung – Häuser und Familien in Demmin, 1625-1865

Es ist eine neue Publikation von unserem Mitglied David Krüger erschienen:

Häuser und Familien in Demmin, 1625-1865

Beschreibung 

Nur wenig erinnert noch heute an die umfangreiche Häuser- und Familiengeschichte von Demmin, da fast alle Häuser aus der älteren Zeit bei den zahlreichen Stadtbränden zerstört worden sind. Es entstand die Idee, ein Häuserverzeichnis von Demmin anzulegen, um auch mehr über die Familien zu erfahren, die einst in Demmin lebten. Nicht nur die Lebensdaten der einzelnen Personen sind für die Familienforschung interessant, sondern auch alle Informationen, die man über die Häuser zusammentragen kann. Dieser Bereich der Ortsforschung wurde bislang nur wenig in den Stadtchroniken von Demmin behandelt.

Weiterlesen

Meilensteine in unserer Personendatenbank GreifX erreicht!

Heute wurden wieder rund 28.000 neue Datensätze in die Personendatenbank eingespielt. Damit haben wir die Grenze von 1.5 Millionen Datensätzen geknackt. Bei den Einzelpersonendatensätzen ist nun die 4 Millionen-Grenze gefallen.

Wir danken allen fleißigen Helfern, die mit ihren Indexierungen dazu beigetragen haben!

Wer beim Indexieren mithelfen möchte, kann sich gerne unter indexierung@pommerscher-greif.de melden.

Die Entwicklung des GreifX im Diagramm:

Das heutige Update umfasst standesamtliche Geburten und Heiraten aus den Kreisen Belgard, Greifenberg, Greifswald, Kolberg-Körlin, Randow, Schlochau, Stolp, Usedom-Wollin, Köslin, Neustettin und Stettin.

Details zu den letzten Aktualisierungen immer unter:
https://pommerscher-greif.de/letzte-aktualisierungen-greif-x.html

Zur Suche in der Personendatenbank GreifX geht es hier:
https://pommerscher-greif.de/greif-index.html

 

 

 

 

 

 

Programm der RootsTech 2022 ist online!

In der kommenden Woche findet vom 3. – 5. März 2022 zum zweiten Mal die weltweit größte genealogische Messe RootsTech statt.

Das diesjährige Motto lautet: #ChooseConnection

Das Programm der RootsTech 2022 ist gestern Abend online gegangen:
https://www.familysearch.org/rootstech/

Inzwischen haben sich schon weit über 500.000 Menschen weltweit angemeldet! Angemeldete Teilnehmer können sich jetzt schon eine individuelle Wiedergabeliste zusammenstellen:
https://www.familysearch.org/rootstech/playlist

Für dieses Jahr sind 1500 Kurse und Beiträge zu 185 Themen in mehr als 30 Sprachen angekündigt. Zu vielen Vorträgen Über ein Auswahlmenü kann z. B. nach Themen und Sprache ausgewählt werden, für die Auswahl „2022“ und „deutsch“ erhält man z. B. diese Auswahl:
https://www.familysearch.org/rootstech/search?f.language=de-DE&f.year=2022&p.index=0&p.pageCount=10

Anschauen kann man die Vorträge und Redner aber erst ab dem 3. März!

Auch aus Deutschland sind ein paar Vereine mit Vorträgen und Messeständen dabei, z. B. Kirchenbuchportal Archion, Verein für Computergenealogie e.V., Brandenburgische Genealogische Gesellschaft „Roter Adler“ e.V., Ahnenforscherstammtisch Unna, Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde e.V.

Über die Funktion Kalender hat man alle Live-Vorträge auf einen Blick:
https://www.familysearch.org/rootstech/calendar

Wer einen Stammbaum bei FamilySearch pflegt, findet womöglich unter den Teilnehmern auch neue Verwandte:
https://www.familysearch.org/en/connect/

Schaut auch mal links und rechts eures eigenen Interessengebiets. Schaut euch zum Beispiel die inspirierenden Hauptredner an, auch wenn ihr die Namen bisher womöglich noch nicht kennt.

Der Ahnenforscherstammtisch Unna lädt an allen drei RootsTech-Tagen abends ab 19.00 Uhr zu einem Zoom-Stammtisch ein, bei dem über die RootsTech gefachsimpelt werden kann:
https://www.ahnenforscher-stammtisch-unna.de/2022/02/12/ahnenforscher-stammtisch-unna-online-treffen-zur-rootstech-am-03-04-und-05-03-2022/

Wer noch in die Beiträge aus dem vergangenen Jahr reinschauen möchte, kann dies über die Jahresauswahl „2021“ tun:
https://www.familysearch.org/rootstech/search?f.year=2021&p.index=0&p.pageCount=10

Lasst euch einfach treiben, lasst euch inspirieren! Ich wünsche euch viel Spaß, interessante Tage, viele neue Eindrücke und Erkenntnisse bei der RootsTech 2022!

Ich freu mich drauf!

 

 

Das Unglück von Binz auf Rügen, 1912

Ein Beitrag von Dr. Arndt Schmitz, Berlin

 

Ich bin gerade Mitglied des Greif geworden, da meine Familie mütterlicherseits aus Pommern stammt. Viel wusste ich nicht dazu. Als mein Großvater in den Siebzigern mit über 80 Jahren starb, landete sein Nachlass auf dem Dachboden – bis die Corona-Pandemie kam und mein Vater wieder darauf stieß. Selbst nun schon über 80 Jahre alt, kaufte er sich einen Laptop, tippte das in Sütterlinschrift Geschriebene ab, ergänzte es mit wenigen Photos und Kopien einiger Dokumente und ließ das Ganze im lokalen Copyshop in wenigen Exemplaren drucken und binden.

Das Leben meines Grossvati, den ich als Grundschüler noch kannte, spiegelt die Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts wider. Geboren 1890 noch im Kaiserreich auf Gut Marlow (am Rand von Sagard auf Rügen), ein gutbürgerliches Aufwachsen, verwundet im Ersten und im Zweiten Weltkrieg, dazwischen ein Familienleben als Lehrer in Pyritz (bei Stettin in Pommern, heute Polen) aufgebaut, jäh vertrieben und nach einigen Jahren in einem dänischen Lager in Westdeutschland nochmal mittellos von vorne angefangen… All das und auch noch sein Familienstammbaum, das findet sich in diesen Dokumenten und die Transkription in die heutige Schriftart ist nur der erste Schritt, dies zu erschließen, zu recherchieren, zu erfassen, zu verdauen… Weiterlesen

Indizien sammeln mit „homöopathischen“ DNA-Matchen

Ein Beitrag von Jürgen Löffelbein

 

Der Begriff „homöopathische DNA-Matche“ tauchte kürzlich in der Discourse-Liste „DNA-Genealogie“ auf. Ich denke, dass diese Bezeichnung bei mehr als 6 Generationen zurückliegenden gemeinsamen Verwandten nicht ganz unrichtig ist, vertrete aber die Meinung „Kleinvieh macht auch Mist“ und möchte mit diesem Beitrag zeigen, wie ich mit solchen „homöopathischen“ DNA-Matchen Indizien für die Lösung eines Problems gesammelt habe, auch wenn es (bisher) noch kein Happy End gibt.

Wenn hinter einem DNA-Match mit wenigen cM Übereinstimmung ein umfangreicher, richtig recherchierter und mit Quellen hinterlegter Stammbaum steht, bringt das mehr, als viele cM Übereinstimmung und ein kurzer oder sogar fehlerhafter Stammbaum. In meinem Beispiel haben mehrere Matche mit nur wenigen cM die Hinweise für die Lösung eines Problem geliefert. Weiterlesen

Der jüdische Arzt von Schivelbein

Ein Beitrag von Julia Henke
zum
Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

 

„Einmal, erinnere ich mich, hatte Vater eine schlimme Kopfrose und nur mit Hilfe von Dr. Meyersohn aus Schivelbein hat der Vater überlebt.“

Ich habe großes Glück, dass die Erinnerungen meines Großonkels Max über den Alltag meines Urgroßvaters August Krüger als Schweinemeister in Teschenbusch erhalten sind. Über das Leben der Bauern auf einem pommerschen Gut wollte ich schreiben, hatte mich bereits durch Fachliteratur zur Schweinehaltung und zur Agrargeschichte Pommerns gewühlt, da blieb ich an diesem Satz hängen. Wer war wohl Dr. Meyersohn, dieser hilfreiche Arzt aus Schivelbein?

Es dauerte nicht lange, bis mir klar wurde: Dr. Siegbert Meyersohn war Jude. Er und seine Familie mussten Schivelbein in den dreißiger Jahren verlassen. Der Lebensretter meines Urgroßvaters wurde genau wie seine Frau Käthe und seine Tochter Eva in einem Konzentrationslager ermordet. Weiterlesen

Neuauflage des vergriffenen Sonderhefts „Der Kreis Cammin – Quellen und Einwohner“

Unser Mitglied Hans-Dieter Wallschläger hat das vergriffene Sonderheft „Der Kreis Cammin – Quellen und Einwohner“ überarbeitet und umfassend ergänzt. Das Heft liegt jetzt in 3. Auflage als Sonderheft 20 in der Reihe „Materialien zur pommerschen Familien- und Ortsgeschichte“ vor.

Es kann unter andre.marten@pommerscher-greif.de zum Preis von 20,00 EURO plus Versandkosten bestellt werden.

Der Quellenteil (Bibliographie) wurde durch viele neue Zitate erweitert. Die Ergänzungen betreffen u.a. die Weiterführung der Abschrift des Camminer Bürgerbuchs bis 1815 und die Aufnahme eines Kapitels zu den im Internet verfügbaren 16 Ortsfamilienbüchern über den Kreis Cammin. Im Unterschied zur ersten 2005 erschienenen Auflage mit 210 Seiten, umfasst die dritte Auflage jetzt 268 Seiten.

Sehr bedauerlich: GenPol und metryki.genbaza werden eingestellt!

Tomasz Nitsch, der Betreiber der Seiten Genpol.com und metryki.genbaza.pl hat die Einstellung beider Websites zum 3. März 2022 angekündigt!

Eine Entscheidung, die wir außerordentlich bedauern. Damit stehen Digitalisate von Kirchenbüchern und Standesamtsurkunden auf unbestimmte Zeit auch für Pommernforscher nicht mehr zur Verfügung.

Wir hoffen, dass besonders die Digitalisate schnell wieder (an anderer Stelle) zur Verfügung gestellt werden können.

Vielen Dank Tomasz Nitsch für die vielen Jahre Ihres Engagements!

Dziękujemy Tomaszowi Nitschowi za wieloletnie zaangażowanie!

Hier der ins Deutsche übersetzte Wortlaut:

„3. März 2003: Dies ist der Tag, an dem es begann, und 3.3.22 wird es enden.

Ich habe mich mehrmals entschlossen, aber immer hat mich jemand oder etwas von diesem Weg abgebracht. Dieses Mal ist es jedoch die endgültige Entscheidung. Ebenfalls 19 Jahre nach dem Start von GenPol wird die Website eingestellt, und mit ihr auch die damit verbundenen Dienste wie metryki.genbaza.pl.

In dieser Zeit hat sich viel getan. In vielen Bereichen war GenPol ein Vorreiter und darauf bin ich sehr stolz. Lange Zeit hatte GenPol das aktivste Diskussionsforum. Viele Jahre lang hatten wir mehr digitale metrische Ressourcen als jedes andere Archiv in Polen, einschließlich des NAC. Und was besonders wichtig ist: GenPol war viele Jahre lang ein Ort, an dem sich Freundschaften gebildet haben, Gruppen von Menschen, die zusammenarbeiten. Die Jahrestagung war für viele sogar die einzige Gelegenheit, Genealogen aus anderen Teilen des Landes zu treffen.

All dies dank der netten Atmosphäre und der vielen positiven Menschen. Dank der großartigen Arbeit vieler Freiwilliger, die Fotos in den Archiven aufnehmen und sie kostenlos im Internet zur Verfügung stellen. Dank an diejenigen, die gerne geben und nicht nur nehmen.

Aber das Leben schreitet unaufhaltsam voran. Die genealogischen Gesellschaften haben an Stärke gewonnen, viele sehr interessante Initiativen sind entstanden. Ich möchte nur die Treffen in Brzeg erwähnen, die mit ihrer Größe und Professionalität zu einem unübertroffenen Vorbild für andere Veranstalter wurden und sogar die GenPol-Geburtstage weit hinter sich ließen. Die Archive, darunter auch AP, haben eine sehr solide Finanzierung erhalten und mit großem Engagement begonnen, Digitalisierungs- und Zugänglichkeitsprojekte für metrische Ressourcen durchzuführen.

Ich weiß, ich kann nicht mehr alles aus meiner eigenen Tasche finanzieren. Sie können Mittel aufbringen und weiterarbeiten. So endete zum Beispiel mein letzter Versuch, den Dienst vor einem Jahr einzustellen. Damals habe ich zum ersten Mal um Unterstützung gebeten, und in kurzer Zeit kamen etwa 6500 PLN zusammen, was ausreichte, um den Server für eine lange Zeit zu bezahlen. Tatsache ist jedoch, dass ich mit dem Zufluss neuer Ressourcen die Serverressourcen weiter ausbauen muss und immer häufiger und für größere Beträge um Hilfe bitten müsste. Es genügt zu sagen, dass sich allein die Gebühren an OVH (Servermiete, Domaingebühren) in den letzten zwei Jahren auf 30 023 PLN beliefen. Gleichzeitig erhielt ich Spenden in Höhe von 11 859 PLN, und ich danke allen Spendern sehr, sehr herzlich.

Aber die Kosten für Server sind nur ein Teil des Themas. Denn – und das muss man offen zugeben – alle GenPol-Websites hinken immer mehr hinter den besten IT-Lösungen hinterher. Oftmals verursachte das System, das die Metriken verwaltete, Probleme bei der Registrierung oder bei der Erinnerung an das Passwort. Wir hatten auch eine ganze Reihe von Angriffen auf unseren Server. Mit jedem Jahr, das verging, wurde es schwieriger, einen Programmierer zu finden, der bereit war zu helfen. Und das ist nicht einmal mehr eine Frage des Geldes. Und die Beantwortung von immer mehr „Es funktioniert bei mir nicht, warum?“-E-Mails nahm immer mehr Zeit in Anspruch. Oft war diese Kommunikation auch äußerst unangenehm.

Das Leben mag kein Vakuum. Als ich die Menschen, die mir am nächsten stehen, über meine Entscheidung informierte, begannen viele von ihnen, intensiv an alternativen Lösungen zu arbeiten. Die erste Priorität dieser Aktivitäten wird es sein, die metrischen Ressourcen verfügbar zu machen, die nur auf metryki.genbaza.pl verfügbar sind, z.B. die Ressourcen des AP Gdańsk. Wir arbeiten derzeit zusammen, und wenn nötig, werde ich diese Initiativen entweder mit meinem Wissen oder finanziell unterstützen. Wenn man den heutigen Stand der Dinge realistisch einschätzt, bin ich davon überzeugt, dass diese Ressourcen ständig im Internet verfügbar sein werden. Wahrscheinlich unter einer neuen Adresse und in einem anderen System, aber sie werden es sein.

Ich werde mehr über dieses Thema schreiben. Sie können auch einige Erinnerungen an die Gewinner der Genealogie des Jahres, an Personen, die GenPol mitgestaltet haben, und an die Spender der letzten Zeit erwarten.

Bleiben Sie in Kontakt.

Mit freundlichen Grüßen, Tomasz (Tomek) Nitsch“

(Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator)