Rötzenhagen – eine umfangreiche Dorfchronik aus dem Kreis Schlawe

Auffinden und Bewahren von sogenannter grauer Literatur ist gerade in der Familien- und ortsgeschichtlichen Forschung ein Problem. Mit Hilfe und Vermittlung unseres Vereins konnte jetzt eine umfangreiche Ortschronik aus dem Kreis Schlawe, die in den 180/90er Jahren im Selbstverlag erschienen war, in Greifswald digitalisiert und somit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

1986 erschien der erste von später drei Bänden von Martin Krause über sein Heimatdorf Rötzenhagen, ein Guts- und Bauerndorf zwischen den Städten Schlawe und Rügenwalde gelegen.

Rötzenhagen

Rötzenhagen auf dem Messtischblatt 1891

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Spuk in Tribsow

Ein Beitrag von Jürgen DIEM

 

Über diese Geschichte, die um 1880 in Tribsow spielte, soll sogar in der Camminer Zeitung berichtet haben. Meine Großmutter, die als Elisabeth Haack im Jahre 1894 in Tribsow geboren wurde, hat diese Erlebnisse ihres Vaters Hellmuth Haack so wiedergegeben:

Kartenausschnitt Pommern 1939, Stielers Handatlas, David Rumsey Historical Map Collection

 

Der Tribsower Gutsbesitzer hatte abends noch eine eilige Bestellung für den Müller zu überbringen. Telefon gab es damals noch nicht. Also sagte die Gutsbesitzerfrau ihrem Sohn, er solle mit der Nachricht zur Mühle gehen. Es war aber inzwischen schon dunkel und er wollte nicht allein gehen. Der Weg führte durch einen Hohlweg und es war um diese Tageszeit dort recht ungemütlich. „Geh doch mit Helmuth und nimm die neue Petroleumlaterne mit.“ Mit Helmuth war ich gemeint. Ich war damals Kutscher auf dem Gut und so etwa achtzehn Jahre alt. So wackelten wir beide los. Nachdem der junge Herr seine Aufgabe auf dem Mühlenberg erledigt hatte, machten wir uns wieder auf den Heimweg. Weiterlesen

Neue Ausgabe unserer Vereinszeitschrift Sedina-Archiv

 

Das sind die Inhalte des vor ein paar Tagen erschienenen Heftes 3/2021

Editorial

Henry Kuritz M.A.: Das Wort „Archiv“ in Namen unserer Vereinszeitschrift bezieht sich auf die Idee, in vielen kleineren Beiträgen die Forschungsergebnisse der Mitglieder und weiterer Autoren zu sichern …

Familiengeschichte

Raimund Klingbeil: Erinnerungen von und an Auguste Pelt, geb. Peltre. Aus den Aufzeichnungen der Clara von Wietersheim, geb. Thimm.

Genealogie: Ahnenliste

Christian Hell: Ahnenliste Kurt Bruno Paul Hell aus Stargard

Genealogie: Stammliste

Karen Feldbusch: Das Bauerngeschlecht Wellnitz in Frauendorf bei Stettin

Quellen

Volkhard Maaß: Testamente im Kirchenbuch von Kartzig, Kreis Naugard

In memoriam

Henry Kuritz: Nachruf Dr. Hermann Seils (1930-2021) und Bibliographie Dr. Hermann Seils

Vereinsnachrichten

Neue Mitglieder, Einladung zur Mitgliederversammlung 2020/2021

Buchbesprechungen

Elmar Bruhn: Die Schwedische Landesaufnahme von Vorpommern 1692-1709, Stralsund: Stadtfeldmark und St. Jürgen-Viertel mit Franken- und Knieperdamm, Bearb. Michael Jager und Heiko Wartenberg

Jana Tittle: Fair Harbor von Karla Schmidt. Roman zur Geschichte deutscher Auswanderer in die USA

Mehr zur Vereinszeitschrift Sedina-Archiv hier.

 

 

 

 

 

Die Lehrer- und Kantorfamilien KOCH auf Usedom

Ein Beitrag von Hilde Stockmann

 

In der Gemeinde Koserow (vor 1904 Coserow) wurde der Lehrer Carl Heinrich Ferdinand KOCH 1876 durch die ausführliche Beschreibung des Seebades Coserow, seiner Natur und Umgebung sehr bekannt.

In Ahlbeck wird ein Lehrer und Kantor Johann KOCH verehrt. Sind diese verwandt? Das habe ich mich schon oft gefragt. In der Literatur habe ich keinen Hinweis gefunden und eine Anfrage an die Kirchengemeinde Ahlbeck blieb unbeantwortet.

So suchten wir, Bärbel Kehr und ich vom Greif, in den Kirchenbüchern und Urkunden und haben den Zusammenhang klären können. Weiterlesen

Über den Römischen Katholizismus in Pommern

In den Aufzeichnungen von Dr. Heinrich Berghaus – Landbuch des Herzogthums Stettin, von Kammin und Hinterpommern Band VII, Kreis Regenwalde findet man einen umfangreichen Beitrag über den Katholizismus in Pommern, den Prof. Dieter Wallschläger nun digitalisiert hat, pdf siehe unten.

Katholische Kirche in Stargard/Pommern, siehe Heimatkreis Stargard, Link: http://www.heimatkreis-stargard.de/Kirchen/Katholische-Kirche.htm

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Ein Sommerurlaub in Pommern

Ein anonym bleibender Autor berichtet in der Zeitschrift
Die Grenzboten : Zeitschrift für Politik, Literatur und Kunst, Vol. 62 (1903), Erstes Vierteljahr., Seite 661-670 und  Seite 723 – 732 über einen Sommer, den er in Pommern bei Tante und Vettern verbracht hat.

Der Urlaub beginnt mit einem Badeaufenthalt in Heringsdorf im Hotel Lindemann (jetzt Pommerscher Hof) Seebrücke Heringsdorfund wird dann auf dem imaginären (?) Gut „Forksdorf“ fortgesetzt, das am Achterwasser liegt. Aus der geographischen Beschreibung der Lage erkennt man, dass das Anwesen wohl auf der Halbinsel Gnitz liegt. Vermutlich ist das Gutshaus  der Familie von Lepel in Neuendorf beschrieben.

Der junge Referendar berichtet durchaus kurzweilig und teils mit leisem Spott vom Leben auf dem Gut mit Entenjagd und Aufführung eines Theaterstückes  und dem anschließenden Badeaufenthalt in Heringsdorf mit der gesamten Familie und zeichnet so ein schönes Zeitbild aus Usedom am Beginn des 20. Jahrhunderts.

Teil 1: Ein Sommerurlaub in Pommern

Teil 2 und Schluss: Ein Sommerurlaub in Pommern Schluß

Buchverkauf aus dem Haus Stettin

Das Haus Stettin in Lübeck möchte folgende Bücher zum Verkauf anbieten. Es handelt sich um Restbestände im Neuzustand zu vergünstigten Preisen, zuzüglich Porto und Versandkosten.

Buchbestellungen richten Sie bitte direkt an das Haus Stettin, per E-Mail an: info@haus-stettin.eu oder per Post an: Haus Stettin e. V., Hüxterdamm 18a, 23522 Lübeck

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Urmesstischblätter aus Hinterpommern

Messtischblatt ist eine in Deutschland mittlerweile veraltete Bezeichnung für die topografische Karte im Maßstab 1:25.000 (heutige Bezeichnung: TK 25)

Stolp

Urmesstischblatt – Ausschnitt Stolp

Ein Urmesstischblatt ist ein Messtischblatt aus der Preußischen Uraufnahme, eine Vermessung Preußens, die zwischen 1830 und 1865 vorgenommen wurde. Es entstand dabei das erste Messtischblatt, ein Kartenwerk im Maßstab 1 : 25.000 (4 cm = 1 km). Grundlage für die Gestaltung war das „Musterblatt für die topographischen Arbeiten des königlich preußischen Generalstabes“ vom 1. März 1818. Weiterlesen