Versteckte Quellen zur Familienforschung im Kreis Cammin

Ein Gastbeitrag von Prof. Hans-Dieter Wallschläger

 

Neben einigen im Original bzw. als Abschrift verfügbaren Kirchenbüchern und Standesamtsregistern (siehe u.a. Sedina-Archiv Bd. 11, Nr. 3 (2004), S. 111-123 und der Greif-Quellensuche – große Teile davon sind bereits in Ortsfamilienbüchern ausgewertet) gibt es eine Reihe weiterer Veröffentlichungen, die heute weitgehend unbekannt sind. Sie stammen zumeist aus der Feder ortsansässiger Pastoren, Lehrer und anderer Chronisten. Weiterlesen

Die falsche Grabsteingravur

Recht früh stieß ich bei der „Bestandsaufnahme“ meiner Familienforschung auf ein altes Foto. Zuerst wusste ich nicht, wer das sein soll, mein Vater meinte damals nur: “Irgendein Marten“.

Nach kurzer Recherche stellte ich fest, dass das Bild vom Friedhof in Ziegenort, Kreis Ueckermünde stammt und es zeigt den Grabstein meines Ururgroßvaters dem Landwirt August Marten, das Bild dürfte so um 1921 entstanden sein.

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Suchanfrage Ernst Radtke

Ernst Radtke wurde im Jahr 1921 in Seinskau (Zajonskowo), Kreis Löbau, Westpreußen geboren. Im Taufeintrag wird seine ledige Mutter als “Ansiedlertochter” bezeichnet.

Sie blieb unverheiratet und ertrank 1930 in einem Teich auf dem gepachteten Hof ihres Vaters in Glasenapp, Kreis Neustettin. Dort lebte Ernst Radtke dann zunächst gemeinsam mit seiner Großmutter, die in demselben Jahr Witwe wurde.

Irgendwann danach brannte dieser Hof ab, wann genau das war, ist allerdings unklar. Lässt sich darüber mehr herausfinden?

Später arbeitete die Großmutter auf einem anderen Hof in oder bei Bublitz, möglicherweise in Christophshagen, Kreis Köslin.

Es ist nicht klar, ob das folgende Foto den früheren (dann abgebrannten) in Glasenapp oder den späteren Hof bei Bublitz zeigt. Wie kann ich darüber mehr erfahren?

Ernst Radtke hat in den Jahren 1937 – 1940 bei Maschinenfabrik Arthur Schütz in Bublitz eine Maschinenschlosserlehre absolviert und dann dort bis zur Einberufung zur Wehrmacht im Februar 1941 als Geselle gearbeitet. Existiert noch ein Foto der Maschinenfabrik?

Ernst Radtke wurde 1941 zur Wehrmacht eingezogen und konnte sich bei Kriegsende über Umwege in den Westen durchschlagen.

In seiner Heiratsurkunde aus dem Jahr 1947 steht, dass seine Mutter Berta Maria Luise Radtke am 5. Mai 1888 in “Altvalm, Westpreußen” geboren wurde. Einen solchen Ort gibt es allerdings nicht. Hier könnte es zu einer Verwechslung gekommen sein. Richtig ist hier wohl eher der Ort Alt Valm, Kreis Neustettin, unweit des Ortes Glasenapp. Hier konnte ein möglicherweise passender Taufeintrag vom 15. Juni 1890 (Geburt 14. Mai 1890) gefunden werden.

Ich freue mich über jeden Hinweis.

Werner Radtke

 

 

Aus der Schwedenzeit der Insel Usedom

Ein Gastbeitrag von Hilde Stockmann

 

Die Schwedenzeit auf der Insel Usedom begann mit der Landung des Königs Gustav II. Adolf, und seinen Truppen im Jahre 1630 zur Mittsommerzeit. Sie dauerte auf unserer Insel durch Kriegsende und Erwerb durch Preußen bis zum Jahr 1720.

Welche Spuren sind aus dieser Zeit heute noch auf der Insel zu finden?

Wer sich ein wenig mit dieser Geschichte befasst, findet noch viele Hinweise auf diese Zeit. So können wir, dank Herrn Ulrich Knöfel aus Loddin und dem Heimatverein Loddin ein Kleinod aus dieser Zeit im Heimatmuseum im Bahnhof Kölpinsee bewundern.

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Data-Mining in Krisenzeiten

Ein Gastbeitrag von Wolfram Stratmann

 

Meine Frau hatte die Idee, ich solle die Corona-Krisenzeit nutzen und meine Kisten im Terrassenzimmer anschauen, damit dort endlich das schon lange geplante Multimediazimmer eingerichtet werden kann.

Voller Bedenken machte ich mich an meinen Kisten zu schaffen. Neben Kisten mit Unterhaltungselektronik waren dort auch Zettelkisten von meiner Ahnenforschung. Deren Inhalt sollte auch sortiert werden. Ein meterhoher Zettelberg. Der kam zustande, weil ich für die Zeit von Verwandtenbesuchen mein Arbeitszimmer räumen musste. Die Zettel mit dem jeweils aktuellen Recherchestand kamen kurzerhand in Kartons, diese wollte ich nach Ende der Besuche gleich wieder öffnen, was natürlich nie geschehen war. Nun heißt es endlich, jeden Zettel ansehen und auf den richtigen Haufen legen. Später jeden Haufen durchsehen und die Zettel in Akten einordnen.

Dabei fanden sich Zettel zu einem Karl Marquardt und einem Carl Marquardt mit gleichem Geburtsdatum. Es blieb zu klären, welcher der beiden in die direkte Namenslinie der Marquardts gehört. Weiterlesen

Bleib zuhause – Kurve flach halten – forsche online in Pommern

Unter dem Motto “Bleib zuhause – #Kurveflachhalten – forsche online in Pommern” ruft der Pommersche Greif in Zeiten von Corona auf Twitter und Facebook Webseiten und Datenbanken rund um die Familienforschung in Pommern in Erinnerung.

Datenbanken:

Die erste Wahl, um mehr über einen Ort in Pommern zu erfahren ist selbstverständlich die Greif-Quellensuche in Kombination mit unserer Datenbank GreifX (Wichtig: Hier können bei der Suche Platzhalter verwendet werden.)

Personensuche für den Kreis Kolberg und Umgebung: Personen-Datenbank KolbeX mit aktuell etwa 335.000 Personendaten.

Für die Personensuche im Kreis Stolp und weit drumherum unverzichtbar: Der Globalindex mit über 4 Mill. Angaben, Es gibt Überschneidungen mit der Greif-X.

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Tag der Archive 2020 – Universitätsarchiv Greifswald

Am 7. März 2020, beteiligte sich das Universitätsarchiv Greifswald am bundesweiten „Tag der Archive“ des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA).

Zwei wesentliche Programmpunkte standen dabei auf der Agenda.

  1. Führungen durch das Archiv und
  2. ein sogenannter „Scanathon“.

Einladungsflyer “Tag der Archive”

Der Pommersche Greif e.V. wurde im Vorfeld von Dr. Dirk Alvermann gesondert zur Beteiligung am „Scanathon“ eingeladen, da bekannt war, dass der Pommersche Greif seit langem bemüht ist, Quellen online verfügbar zu machen. Zwei Mitglieder des Vereins (D. Krüger und D. Beiersdorf) nahmen diese Einladung gerne an.

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Zwillingsgeburten in meiner Familie

Während meiner Forschung habe ich schon so einige Zwillingsgeburten gefunden. Etwa die Hälfte dieser Zwillingskinder überlebten zwar die ersten kritischen Lebenstage oder -wochen, viele erhielten aber vorsorglich die Nottaufe.

Meine Rüganer Vorfahren Henning Philipp Pertiet und Elisabeth Regina Nagel waren bereits Eltern von sechs Kindern gewesen, als Elisabeth im Jahr 1833 Zwillinge zur Welt brachte. Die Kinder wurden im Abstand von 48 Stunden geboren. Am Tag der Geburt des zweiten Kindes erhielten sie die Nottaufe. Beide Kinder waren sehr schwach, verstarben wenige Tage darauf und wurden gemeinsam in einem Sarg bestattet.

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