Postkartensammlung Klaus Granzow

Klaus Granzow

Klaus Granzow Quelle: Pommersches Heimatbuch 1987

Klaus Granzow aus Mützenow im Kreis Stolp (1927 – 1986) war ein vielseitig interessierter und talentierter Mensch. Er absolvierte die Schauspielschule , spielte in vielen Filmen und  Theaterstücken, war feste engagiert am Ohnsorg-theater. Er schrieb Hörspiele, arbeitete als  Rundfunkredakteur und -sprecher,  oft auf Plattdeutsch. Früh begann er auch eine schriftstellerische Tätigkeit. Dabei verlor der Bauernsohn nie seine pommersche Heimat aus dem Blick.

Seine Schwester Waltraud Schlichting schreibt über ihn in “500 Jahre Zessin-Familiengeschichte unter dem Titel: Mein Bruder Klaus Granzow (1927-1986) – ein Leben für Pommern:

“Als “Reisender in Sachen Pommern”, mit der Sehnsucht nach seinem Pommernland und seinen Menschen, war ihm kein Weg zu weit. In vielen Büchern, Hörspielen, Berichten in der “Pommerschen Zeitung” und im “Pommerschen Heimatbuch” – das er von 1976 bis 1986 redigierte – lebten Klaus Granzow und Pommern weiter. Er schrieb zwölf Bücher über Pommern, darunter den Dokumentationsband “Pommerland”, “Letzte Tage in Pommern”, “Pommern wie es lachte”, über das Brauchtum in Pommern “Sie wussten die Feste zu feiern”, den Erzähl- und Gedichtband “Der Tanz auf dem Gardersee” und mehrere Bände mit heiteren Weihnachts-, Oster- und Liebesgeschichten. 1976 wurde ihm der Pommersche Kulturpreis verliehen, 1981 der Hamburger Preis für Kurzprosa. Weitere Preise erhielt er vom Kultusministerium in Nordrhein-Westfalen und vom Ostdeutschen Kulturrat für seine Erzählungen “Willkommen, Herr von Puttkamer”, “An einem Sonntag wie vor dreißig Jahren” und “Estrada Pomeranos – die Straße der Pommern”, die das Leben pommerscher Auswanderer in Brasilien beschreibt. Über seinen Stipendien-Aufenthalt in Brasilien schrieb er das Buch “Pomeranos unter dem Kreuz des Südens”. Im Jahre 1965 erschien das “Tagebuch eines Hitlerjungen”, das er in den letzten zwei Kriegsjahren schrieb. Auszüge daraus wurden in mehreren Rundfunksendungen vorgestellt, in Anthologien und Sachbüchern über das Dritte Reich zitiert. Es gilt heute als wichtige Dokumentation über die deutsche Jugend im 2. Weltkrieg und wird auch als Schullektüre empfohlen. “

Lupow Kreis Stolp

Lupow Kreis Stolp - aus der Sammlung Granzow

Seine Postkartensammlung mit ca. 4400 Bildpostkarten aus dem gesamten Pommern und sein Archiv werden im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald aufbewahrt. Kopien können dort bei Frau Krüger bestellt werden. Die Postkartensammlung wurde von einigen Mitgliedern des Pommerschen Greif in einer Datenbank erfasst . Diese Datei steht jetzt zur Suche nach einer bestimmten Ortsansicht zur Verfügung. Sammlung Klaus Granzow