Ein Roman vor dem Hintergrund der Familienforschung

Ein Beitrag von Karla Schmidt

 

Seit den 90er Jahren habe ich Familienforschung betrieben. In den Jahrzehnten ist, auch durch die Hilfe von Menschen aus diesem Verein, sehr viel Material zusammengekommen. Ordner über Ordner füllen die Regale und die Computerspeicher. Ich habe meine Familie auf eine Weise kennengelernt, wie es ohne diese Forschungsarbeit nie möglich gewesen wäre.

Es stellte sich die Frage aber mit der Zeit, was mit diesem ganzen Material eigentlich passieren könnte und sollte. Das Interesse von jungen Leuten für diese Forschungs-ergebnisse ist sehr häufig nicht – oder jedenfalls kaum – gegeben. Im schlimmsten Falle interessieren sie sich erst dafür, nachdem die jeweiligen Forschenden in der Familie gestorben sind und die ganzen Akten in den Papierschredder verschwunden sind.

Dabei ist genau die Schnittstelle zwischen Familiengeschichte und Weltgeschichte für das Verständnis der Gegenwart enorm wichtig. Unsere eigene Zeit lässt sich ohne die Sicht auf die Vergangenheit eigentlich gar nicht oder nur falsch verstehen. Die relevante Frage ist aber, woher wir das Wissen um die Vergangenheit beziehen. Vieles, was in die Geschichtsbücher Eingang findet, hat Dimensionen, die für den Übergang in persönliche Erkenntnisse so massiv sind, dass Lernende das Wissen auf Zahlen reduzieren und diese nach der Schule schnell vergessen. Wie kann man historisches Wissen so aufbereiten, dass es über das Faktische hinausreicht und Eigenwissen der Einzelnen wird? Die klassische Antwort auf diese Frage lautet: Erzählen. Weiterlesen

 Polka, Palmen, Pomerode

Kurzmitteilung

 Polka, Palmen, Pomerode Neue Heimat Brasilien Doku 2018

Gerade noch  live auf Phoenix, schon auf youtube, neue Doku:

Brasilien ist auch … Currywurst und Streuselkuchen. Im Bundesstaat Santa Catarina liegt die „deutscheste Stadt“ Brasiliens: Wer in Pomerode unterwegs ist, staunt nicht schlecht. Gartenzwerge und Fachwerk – 70 Prozent der 32.000 Einwohner haben deutsche Vorfahren. Und einmal im Jahr geht die Post ab, wenn im Januar das Pommernfest mit Polka und Marschmusik gefeiert wird.

Die Dokumentation „Polka, Palmen, Pomerode“ entführt den Zuschauer in Brasiliens selbsternannte „deutscheste Stadt“. Ein eher unbekanntes „Tropenparadies“. Beim Pommernfest kommen mehr als 80.000 Menschen in das kleine Städtchen. Das nach deutschem Reinheitsgebot gebraute Bier fließt in Strömen, und die Besucher erleben, was man hier unter Deutschland versteht. Gartenzwerge und Fachwerk – 70 Prozent der 32.000 Einwohner haben deutsche Vorfahren. Umzüge, Dirndl, Lederhosen – es hat etwas vom bayerischen Oktoberfest und dabei kamen die ersten Siedler aus Norddeutschland, genauer gesagt: aus Pommern. Deutsche Traditionen werden gepflegt – oder das, was man dafür hält: Hacken, Sägen, Trinken – alles um die Wette!
Ronald Kreidel leitet die Wettbewerbe und ist im richtigen Leben Tourguide auf der Fachwerkroute, denn Pomerodes Architektur ist geprägt vom Erbe der deutschen Immigranten. Die „neuen“ Siedler kommen wie Ivan Blumenschein aus São Paulo. Er hat hier die erfolgreichste Schokoladenfabrik Brasiliens aufgebaut: Nugali. Die Nähe zum „Made in Germany“ hilft beim Marketing. Kuchenkönigin Hanna Lore Dahlke lebt am Stadtrand im Urwald. Mehr als 4.000 Streuselkuchen backt sie während der Festtage.
Natürlich nach Großmutters Rezept. Und am Abend heizt der Exil-Schwabe Michael Lochner mit Power Volksmusik den Partygästen ein. Sie alle sprechen Deutsch, denn das ist auch Unterrichtssprache in den Schulen am Ort hier im Süden Brasiliens. Eine echte Wunderwelt, dieses Pommern unter Palmen!

Stralsund: Vortragsabend zur Geschichte der Auswanderung

Kurzmitteilung

Stralsund: Vortragsabend zur Geschichte der Auswanderung

Am 6. September 2018 laden die Stiftung Mecklenburg und das U.S. Consulate General Hamburg zu einem Vortragsabend über die Geschichte der Auswanderung aus Pommern und Mecklenburg in den Konferenzsaal des Stralsunder Rathauses.

https://www.focus.de/regional/mecklenburg-vorpommern/stralsund-vortragsabend-zur-geschichte-der-auswanderung_id_9501669.html

Trinity Lutheran Church in Milwaukee-Wisconsin

Am 16. Mai 2018 vernichtete ein Großbrand eines der bedeutendsten historischen Gebäude in der Hauptstadt des US-amerikanischen Bundesstaates Wisconsin (siehe http://fox6now.com/2018/05/16/massive-fire-causes-17m-damage-to-trinity-lutheran-church-in-downtown-milwaukee/ Zugang leider wegen DSGVO gesperrt.)  https://eu.jsonline.com/story/news/2018/05/18/trinity-church-fire-congregation-gather-sunday-matc-worship/622438002/

und https://eu.jsonline.com/story/news/local/milwaukee/2018/05/18/trinity-church-lost-priceless-and-irreplaceable-pipe-organ-fire/623398002/

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Trinity Kirche in Milwaukee Wisconsin

Kurzmitteilung

Trinity Kirche in Milwaukee Wisconsin

In Milwaukee Wisconsin ist die von pommerschen Einwanderern gebaute Trinity Kirche abgebrannt.
https://www.youtube.com/watch?v=e4E8Wk2tduc

Zerstört ist u.a. die historische Orgel
https://www.jsonline.com/story/news/local/milwaukee/2018/05/18/trinity-church-lost-priceless-and-irreplaceable-pipe-organ-fire/623398002/

Die Kirchenbücher sind verfilmt und online
https://www.familysearch.org/search/catalog/235277?availability=Family%20History%20Library