1866 – die Cholera-Pandemie erreicht Cammin

Ein Gastbeitrag von Prof. Hans-Dieter Wallschläger

 

Gegenwärtig leben wir alle mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie, die durch einen Virus ausgelöst wurde und weltweit bereits viele Tote gefordert hat. In diesem Zusammenhang bewegt viele von uns die Frage, ob es in der Vergangenheit, und insbesondere in Pommern, Vergleichbares gegeben hat. Allseits bekannt sind die großen Pestepidemien, die im Mittelalter zumeist in Begleitung von Kriegen auftraten. Während der letzten Pestepidemie 1710 verstarben in Stettin 2.000 Menschen, also ein Drittel der damaligen Bevölkerung.

Eine weitere pandemisch auftretende Krankheit ist die Cholera. Pest und Cholera haben gemeinsam, dass sie im Unterschied zu Corona (Fachbegriff COVID-19) durch Bakterien übertragen werden. Pest und Corona haben eine andere Gemeinsamkeit, dass sie Zoonosen sind, also eine vom Tier zum Menschen und umgekehrt übertragbare Krankheit, die in diesen Fällen ursprünglich bei Nagetieren und Fledermäusen ihre Wurzeln hatten. Eine Mensch-zu-Mensch-Ansteckung erfolgt bei Corona und Pest über eine Tröpfcheninfektion. Weiterlesen

Versteckte Quellen zur Familienforschung im Kreis Cammin

Ein Gastbeitrag von Prof. Hans-Dieter Wallschläger

 

Neben einigen im Original bzw. als Abschrift verfügbaren Kirchenbüchern und Standesamtsregistern (siehe u.a. Sedina-Archiv Bd. 11, Nr. 3 (2004), S. 111-123 und der Greif-Quellensuche – große Teile davon sind bereits in Ortsfamilienbüchern ausgewertet) gibt es eine Reihe weiterer Veröffentlichungen, die heute weitgehend unbekannt sind. Sie stammen zumeist aus der Feder ortsansässiger Pastoren, Lehrer und anderer Chronisten. Weiterlesen

Der Dom zu Cammin

Camminer Dom

Camminer Dom

“Nach einem alten pommerschen Sprichwort sind die drei bedeutendsten Kirchen in Pommern: die Stargarder “Hohe”, die Kolberger “Weite” und die Camminer “Schöne” ” schreibt Rudolf Spuhrmann im Vorwort zu seinem Buch “Der Camminer Dom”, veröffentlicht 1911.

 

 

 

 

Camminer Dom

Camminer Dom

Wenn dazu Wikipedia vom ” einzigen in Pommern teilweise erhaltenen gotischen Kreuzgang”  berichtet und der Ort Cammin malerisch am Camminer Bodden liegt, lohnt es sich, den Strandurlaub für eine Besichtigung zu unterbrechen.

Vielleicht kann diese kleine Fotogalerie auch Sie zu einem Besuch anregen.

Der Kreuzgang

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Karte von Rügen und der Ostseeküste bis Cammin

Kurzmitteilung

Eine entzückende Karte von Rügen und der Ostseeküste bis Cammin ist dem Exemplar von “Von etlichen furnehmenn Stettenn in Pommernn” beigegeben, das von der Universitätsbibliothek Toruń digitalisiert wurde. Valentin von Eickstedt 1527-1579 (  https://de.wikipedia.org/wiki/Valentin_von_Eickstedt) veröffentlichte die „Annales Pomeraniae“ auf Veranlassung des Herzogs Ernst Ludwig, ein Auszug aus der Pomerania von Thomas Kantzow auf hochdeutsch. Die Beschreibung der Städte ist ein Teil daraus. Die Karte entstand vermutlich im 16. Jahrhundert.

http://kpbc.umk.pl/dlibra/docmetadata?id=210201&

Online Familiendatenbank Cammin Stadt

Kurzmitteilung

Online Familiendatenbank Cammin Stadt

Update des OFBs Cammin-Stadt von Dieter Wallschläger
Neu sind etwa 15 Geburtsjahrgänge bis einschließlich 1893: ofb.genealogy.net/cammin_stadt/
Damit enthält die Datenbank jetzt ca. 54.000 Personen. Erfasst sind rund 57.000 von denen aber 3.000 aus Datenschutzgründen nicht frei zugänglich
Die selektive Darstellung der Änderungen/Ergänzungen seit dem letzten update erreicht man auf der Startseite über – > Gesamtliste der Familiennamen -> Letzte Änderungen

Der Kreis Fürstenthum

Kurzmitteilung

Der Kreis Fürstenthum, eigentlich Kreis Fürstenthum Cammin, war bis 1872 ein preußischer Landkreis in Hinterpommern. Seine Kreisstadt war die Stadt Köslin. Der Kreis umfasste die Städte Bublitz, Kolberg, Körlin und Köslin, die königlichen Ämter Bublitz, Kasimirsburg, Kolberg, Körlin und Köslin sowie eine größere Anzahl von adligen Dörfern und Gütern.
Eine wertvolle Quelle zur Ortsgeschichte aber auch zur Personengeschichte ist das Kreisblatt. Die Digitalisate in Greifswald wurden ergänzt und decken jetzt die Jahre 1855 – 1872 ab.

http://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/toc/PPN777440032/1/LOG_0000/

Bildquelle: http://zbc.ksiaznica.szczecin.pl/dlibra/doccontent?id=9730

Das Camminer Domkapitel

Kürzlich wurden durch das Staatsarchiv Stettin die rund 1600 Akteneinheiten des Archivs des Camminer Domkapitels im Netz als Digitalisate verfügbar gemacht. Das Archiv gelangte nach der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vollzogenen Säkularisierung des Domkapitels nach Stettin, kam nach seiner kriegsbedingten Auslagerung nach 1945 ins Landesarchiv Greifswald und wurde 1962 im Rahmen des Archivalienaustausches zwischen der DDR und Polen nach Stettin zurückgeführt. Die Akten umfassen den Zeitraum von 1401 bis 1838 und nehmen 17,55 lfd. m ein. Sie sind durch ein im Archiv zugängliches Findbuch erschlossen und unter der Signatur: Rep. 69, Nr. 09 zu finden.

Schleffin

Einwohnertabelle von 1722 von Schleffin, Kr. Greifenberg

Die aktuelle Internetadresse lautet: http://www.szczecin.ap.gov.pl/iCmsModuleArchPublic/showDocuments/nrap/65/nrzesp/9.

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