Missglückte Flucht Januar 1945

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Neuerscheinung: Missglückte Flucht Januar 1945
Die Zugkatastrophe bei Grünhagen im Januar 1945 als Beispiel der Unterschiede in den nationalen Gedächtnissen Katastrofa kolejowa w Zielonce Pasleckiej ze stycznia 1945 r. jako przyklad roznic w pamieciach narodowych/Flucht im Januar 1945

Heinz Timmreck überlebte als 7jähriger auf der Flucht die Zugkatastrophe bei Grünhagen im Kreis Preußisch Holland. In den beiden Bänden “Letzte Flüchtlingszüge aus Ostpreußen” und “Flucht mit der Bahn 1944/45” beschrieb der Autor seine eigenen Erlebnisse der Flucht aus Ostpreußen und das Drama der Zugkatastrophe. Er trug zahlreiche Zeitzeugenberichte zusammen und publizierte sie.
Diese Erlebnisberichte können nun durch den wissenschaftlichen Beitrag des polnischen Historikers Dr. Tomasz Glieniecki, der in russischen Archiven Berichte und Aussagen von sowjetischen Soldaten und Offizieren ausgewertet hat, abschliessend um eine wichtige Perspektive ergänzt werden.
https://www.bod.de/buchshop/missglueckte-flucht-januar-1945-9783752806731

Otto Mellies

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„Glück allein reicht nicht“: Otto Mellies spricht über sein Leben – Erfolg und Tragik

Die bewegende Fluchtgeschichte des Schauspielers Otto Mellies (* 19. Januar 1931 in Schlawe, Pommern).1945, als die Rote Armee eingerückt war, gingen seine Mutter und eine seiner Schwestern freiwillig in den Tod, auch die Kinder der Schwester starben. Seine Schwester Irmgard reiste “zurück” nach Stolp und holte den Jungen.
https://www.mz-web.de/kultur/-glueck-allein-reicht-nicht–otto-mellies-spricht-ueber-sein-leben—erfolg-und-tragik-29387514

Direkt zum Anhören: https://www.mz-web.de/blob/29385696/a756e0919814759d0a115d477ac17c75/audio-12-08-2017-11-18-40-data.mp3

Flüchtlinge im Nachkriegsdeutschland: Beschimpft und geschlagen

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Flüchtlinge im Nachkriegsdeutschland: Beschimpft und geschlagen

Vor der herannahenden Roten Armee rettete sich Käthe Therese Klodt mit ihren fünf Kindern, darunter Rolf Klodt (Jahrgang 1941), aus Ostpreußen über Pommern nach Norddeutschland.
Die Odyssee der Familie endete in Schleswig-Holstein. So wie die von vielen tausend Menschen aus den Ostgebieten: 1946 verzeichnete das Land einen Bevölkerungszuwachs von 67 Prozent. Niemand war dort vorbereitet auf die Menschenmassen – was Rolf Klodt schmerzhaft zu spüren bekam, wie er hier erzählt.
http://www.spiegel.de/einestages/fluechtlinge-im-nachkriegsdeutschland-beschimpft-und-geschlagen-a-1192051.html

Dänemark: Ein Friedhof der Großmütter und Babys

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Dänemark: Ein Friedhof der Großmütter und Babys

Unser Thema im November: Friedhöfe – zerstört- restauriert- erhalten.
Viele Flüchtlinge aus dem zweiten Weltkrieg sind in Dänemark bestattet: Nach den Zahlenangaben des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. sind auf den 36 Kriegsgräberstätten in Dänemark 24.930 deutsche Personen bestattet, die im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges in Dänemark verstorben oder anderweitig zu Tode gekommen sind. Es handelt sich um 14.853 Flüchtlinge und 10.077 Soldaten.

http://www.evangelisch.de/inhalte/147020/19-11-2017/viele-fluechtlinge-des-zweiten-weltkriegs-sind-daenemark-bestattet

Hilfreich bei der Suche ist die Datenbank von Hans Jürgen Wolf, in die auch Informationen aus den Kirchenbüchern einfließen. Zu finden auf  http://www.westpreussen.de/cms/ct/fluechtlinge-in-daenemark.php

ZDF-History – Die großen Fluchten

“ZDF-History” zeigt Fluchtgeschichten aus verschiedenen Jahrhunderten, erinnert auch an die Hugenotten, französische Glaubensflüchtlinge, die einst nach Preußen kamen und das Land mit aufbauten, blickt auf die Motive der deutschen Amerika-Auswanderer und das Schicksal der “Republikflüchtlinge” aus der DDR. Das Nazi-Regime hatte vielen Menschen, vor allem Juden, nur eine Wahl gelassen: Flucht oder Tod.

https://www.youtube.com/watch?v=vL5J6-gpaFs

Vater Domröses Advent

Scherenschnitt von Fritz Sonntag,

Scherenschnitt von Fritz Sonntag, Travemünde aus Pommersches Heimatbuch 1954

Ein Stern erhellt die Nacht
ist auch die Heimat weit
der Stern kennt alles Leid
und hat es klein gemacht

Vater Domröses Advent

Der Sturm riß ihm die Außentür der Baracke aus der Hand und schlug sie kurv, hinter ihm krachend ins Schloß. Auf die Pappe des niedrigen Daches prasselte der Regen. Der alte Domröse kroch umständlich aus dem schweren Mantel, faßte ins Leinenband oben am Kragen, schlackerte kräftig und hing ihn dann an den Haken gleich neben der ersten Tür. Domröse ließ seine Augen noch einmal über das betagte Kleidungsstück gehen. Ein Staatsstück war es nicht mehr, dieser Mantel, aber Domröse hing an ihm. Er hatte ihn angehabt, als er fortmusste, vor sieben Jahren, gerade zu Weihnachten. Weiterlesen