Vertriebene in Willich

Kurzmitteilung

Vertriebene in Willich

Eine Projektgruppe aus Mitgliedern der Heimatfreunde Willich, des Bürgervereins Anrath und des Willicher Stadtarchives hat eine vorbildliche Aufarbeitung der Schicksale der in ihren Orten angekommenen Vertriebenen erstellt und diese jetzt im Internet veröffentlicht.
Zwischen 1945 und 1960 sind 4723 Menschen, darunter fast 1000 Pommern, in den Altgemeinden AnrathNeersenSchiefbahn und Alt-Willich angekommen.
Neben den Angaben zu den Personen ergänzen viele Karten, Statistiken und Dokumente das Wissen um die Zeit 1945-1950.
Informationen in der Zeitung: 
http://www.willicher-nachrichten.de/die-stadt/schicksale-werden-greifbar-aid-1.7663622

Die neue Seite: https://willich-nach-1945-flucht-und-vertreibung.de/?

Publikationsserver der Universitätsbibliothek Greifswald

Kurzmitteilung

Publikationsserver der Universitätsbibliothek Greifswald, Stöbern lohnt sich

Dreissig Engel – Zum dritten Advent

Rita von Gaudecker wurde als Freiin von Blittersdorf am 14.04. 1879 in Molstow, Kreis Greifenberg geboren. Sie war das achte von neun Kindern des Carl Freiherr von Blittersdorf und dessen Ehefrau Ada Freiin von Behr. Am 13. April 1914 heiratete sie den Marineoffizier Gerhard von Gaudecker. Die Ehe blieb kinderlos. Nach Aufenthalten u.a. in Kiel, Triest, Konstantinopel und Wilhelmshaven übersiedelte das Ehepaar nach Pommern. Dort kümmerte sich Rita von Gaudecker um die Kinderheime, die unter der Trägerschaft des  Kapellenvereins standen. Im März 45 flüchtete das Ehepaar und landete nach Stationen in Berlin, Schleswig Holstein und Braunschweig schlussendlich im Alb-Donau-Kreis. Sie verstarb dort am 18. 3.1968.

Ihre Lebensarbeit galt der Betreuung und Erziehung bedürftiger und elternloser Kinder, sie schrieb etliche Kinder-und Jugendbücher und leitete von 1914 bis 1965  die Jugendhilfe des Kapellenvereins,  heute „Helferbund Rita von Gaudecker“. Auch die Schriftleitung des Vereinsblattes “Wir wollen helfen” lag in ihren Händen.

Vom Leben als Flüchtling in einem holsteinischen Gutshaus 1947 erzählt auch die folgende Geschichte, zu der uns  Dr. Rita Scheller freundlicherweise die Veröffentlichungsgenehmigung erteilt hat.

Aus Meine Kleine Laterne, Bechaufs Gelbe Reihe Nr. 29

Dreissig Engel

Wir haben Dezember 1947, – und wir, mein Mann und ich, – leben in einem großen holsteinischen Gutshaus zusammen mit 165 Vertriebenen, überwiegend Pommern, einigen Memelländern, einigen Schlesiern.

Putzar, Kirche, schwebender Posaunenengel unter der Decke

Putzar, Kirche, schwebender Posaunenengel unter der Decke Foto: Erell (Own work) CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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